Seht, ich mache alles neu

„Seht ich mache alles neu!“ (Offb 21,5) Diese Worte der Heiligen Schrift fallen mir ein, wenn ich zurückblicke auf die letzte Zeit und wie wir sie im CE-Gebetsabend in Bremen erlebt haben. Zunächst einmal war der Lockdown eine wirkliche Unterbrechung. Keiner wusste, wie lange wird es dauern, wie können wir uns neu aufstellen, was geht und was geht nicht? Dann haben wir uns zunächst über Videokonferenzen getroffen. Es war weniger eine Fortsetzung des Gebetsabends als ein Austausch, wie wir die Zeit erleben oder besser wo wir den Herrn entdecken in dieser Zeit. Für mich war es eine wirkliche wunderbare Erfahrung, denn der Austausch war noch tiefer als sonst, zumal bei den sonstigen Gebetsabenden dafür auch nicht so viel Zeit war.

Seit ein paar Wochen nun treffen wir uns auch wieder. In der Kapelle des Birgittenklosters ist es für uns zu eng, so dass wir in die Kirche St. Marien umgezogen sind, wo ich Pfarrer bin. Da ist viel Platz! Es kommen auch Leute aus der Gemeinde und manchmal schauen Leute einfach von draußen herein, weil sie den Lobpreis gehört haben (die Türen sind offen), und bleiben eine Weile.

Zum Lobpreis nutzen wir Videoeinspielungen mit Text, so dass man auch mitsingen kann, wenn man möchte. Diese neue Art hat sich wirklich bewährt und ist entstanden nach den beiden Gebetsaktionen „Gemeinsam vor Pfingsten“ und der Gebetsvigil von CHARIS am Vorabend von Pfingsten.

Beide Gebetsabende haben wir in der Kirche live verfolgt und wir konnten uns gut anschließen. Es waren jeweils um die 25 Personen da und es war eine sehr schöne Erfahrung des Wirkens des Heiligen Geistes auch auf diese Weise. Der Übertragung „Gemeinsam vor Pfingsten“ hatten wir einen kurzen ökumenischen Gottesdienst vorgeschaltet. Zur Pfingstvigil mit CHARIS kamen auch Mitglieder einer portugiesischen charismatischen Gebetsgruppe aus Bremerhaven dazu.

Konsequenz aus diesen Erfahrungen war auch, dass ich in den Gemeindegottesdiensten immer wieder Lobpreislieder mit Videoclips einspiele, da wir ja ansonsten kaum und sehr zurückhaltend singen. Auf diese Weise erhält der Gottesdienst ein anderes Gepräge und die Gottesdienstteilnehmer sind sehr froh und dankbar über diese neue Art.

Alles in allem kann ich also sagen, Gott macht wirklich vieles neu: in uns, zwischen uns und in der Gemeinde. Dank Corona! Ich denke an Paulus, wenn er im Römerbrief schreibt: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alles zum Guten gereicht.“ (Röm 8,28)

Pfr. Josef Fleddermann

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