Das Leben der Schwächsten verbessern

Papst Franziskus hat in einer Videobotschaft an den Internationalen Dienst der CE, CHARIS (Catholic Charismatic Renewal International Service), darauf hingewiesen, dass das Leben nach der Pandemie nicht mehr dasselbe sein werde. Doch es gelte, diese Gelegenheit zu nutzen, um das Leben der Schwächsten zu verbessern. Der Papst hatte die Botschaft aus Anlass der weltweiten Online-Pfingstvigil gesendet, die CHARIS für den Samstagabend organisiert hatte. CHARIS wurde Ende 2018 vom Dikasterium für Laien, Familie und Leben ins Leben gerufen, um die Einheit und Kommunikation zwischen den verschiedenen katholischen charismatischen Organisationen zu fördern. Für den Samstagabend hatte der am Vatikan angesiedelte Dienst eine weltweite Online-Vigil organisiert.

In seiner Videobotschaft an die Teilnehmer der Vigil erinnerte der Papst daran, dass der Heilige Geist, der uns von Jesus versprochen wurde, „kommt, um jeden von uns zu erneuern, zu bekehren und zu heilen“. Der Heilige Geist „kommt, um unsere Wunden zu heilen“, fuhr der Papst fort, einschließlich der Wunden, die wir uns gegenseitig zufügten: „Er kommt, um uns umzuwandeln“, in mutige „missionarische Jünger“, um das Evangelium Jesu zu verkünden, betonte Franziskus.

Heute bräuchten wir den Heiligen Geist „mehr denn je“, fuhr der Papst fort. Wir lebten in einer leidenden Welt, in einer Welt, die „schwer verwundet“ ist. Dieses Leid spürten besonders die Ärmsten unserer Gesellschaft. „Jetzt, da unsere gesamte menschliche Sicherheit verschwunden ist, braucht die Welt Jesus, der durch unser Zeugnis gegenwärtig geworden ist.“

Um Zeugnis zu geben, bräuchten wir die „Kraft des Heiligen Geistes“, um Geist und Herz für die Lektionen zu öffnen, die wir durch diese Pandemie gelernt hätten, unterstrich Franziskus. Diese Lektion sei vor allem, dass wir eine Menschheitsfamilie seien und uns allein nicht retten können.

Papst Franziskus wies eindringlich darauf hin, dass es uns am Ende dieser Pandemie nicht möglich sein werde, die Dinge wieder dort aufzunehmen, wo und wie wir sie zurückgelassen hatten, denn „alles wird anders sein“. „All dieses Leiden wird nichts nützen, wenn wir nicht gemeinsam eine gerechtere, fairere, christlichere Gesellschaft aufbauen“, so der Appell des Papstes, die Gelegenheit für einen echten Wandel zu nutzen. Denn wenn wir nicht daran arbeiteten, der „Pandemie der Armut“ in der Welt ein Ende zu setzen, „wird diese Zeit vergeblich gewesen sein“, mahnte er.

Keiner von uns könne aus den großen Prüfungen, vor denen die Menschheit steht – eine davon ist die gegenwärtige Pandemie -, so hervorgehen, wie er vorher war: „Wir kommen aus ihnen entweder besser oder schlechter heraus“, unterstrich der Papst, um daran anschließend zu fragen: „Wollt ihr besser oder schlechter daraus hervorgehen?“. Aus diesem Grund gelte es, sich heute dem Heiligen Geist öffnen – „damit er unsere Herzen verändert und uns hilft, besser daraus hervorzugehen“. Doch wenn wir nicht danach lebten, was Jesus meinte, als er sagte: „Ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben“, würden wir nicht besser daraus hervorgehen, gab Franziskus zu bedenken. „Und diese Aufgabe ist uns allen anvertraut, auch euch von CHARIS, das alle Charismatiker vertritt“, so die Einladung des Papstes.

Zum Schluss erinnerte Franziskus an die „prophetischen Worte“, mit denen Papst Johannes XXIII. das Zweite Vatikanische Konzil ankündigte, in die vor allem in die Arbeit der Charismatischen Erneuerung eingeflossen seien: „Erneuere deine Wunder in unserer Zeit wie durch ein neues Pfingsten“, zitierte Franziskus. Er wünsche allen Teilnehmern der Pfingstvigil, den Trost und die Kraft des Heiligen Geistes zu empfangen, kam der Papst zum Ende seiner Botschaft, die er in seiner Muttersprache Spanisch aufgezeichnet hatte: „Um aus diesem Moment des Schmerzes, der Trauer und der Prüfung, die die Pandemie darstellt, herauszukommen; um besser als zuvor herauszukommen“.

(vatican news – cs)

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