Papst Leo XIV. ermutigt CHARIS, der Kirche zu dienen
Ungefähr 100 Millionen Charismatiker gibt es in der katholischen Kirche weltweit. Am 30. Mai traf Papst Leo XIV. rund 3.000 von ihnen in der vatikanischen Audienzhalle. Als Teil der CHARIS Dienstgruppe Deutschland war ich als nationaler Vertreter dabei.
In seiner Ansprache bekräftigte der Papst den dreifachen Auftrag, den sein Vorgänger Papst Franziskus CHARIS mit auf den Weg gegeben hatte:
1. die Taufe im Heiligen Geist zu fördern
2. sich für die Einheit unter allen Christen einzusetzen und
3. den Armen zu dienen
Besonders hängen geblieben ist mir die recht klar formulierte Ermutigung des Papstes, das Geschenk des Heiligen Geistes nicht für sich selbst, sondern für die ganze Kirche einzusetzen. Ich betrachte das als wichtigen Anstoß, der Verführung zu widerstehen, seinen Glauben zu sehr zu individualisieren oder ihn nur in der eigenen eingeschworenen Gruppe zu leben. Wer vom Heiligen Geist gerufen ist, ist zu einem neuen Pfingsten gerufen. Pfingsten, zur Erinnerung, das ist die Geburtsstunde der Kirche, das ist das Fest, an dem die Jünger den Mut bekamen, in die Welt hinauszugehen, um das Evangelium zu verkünden.
Papst Leo XIV. sagt uns: „Stellt euch in den Dienst eurer Diözesen und Pfarreien und bietet eure Erfahrung und eure Methoden der Evangelisierung an.“
Tobias Gayer

