„Was ich auch sehe – Du bist schon da!“

So nahm ich das goldene Kreuz auf der Turmkuppel der Josephkirche ganz  neu wahr, das ich vom Balkon aus sehe. Mal strahlt es in der Morgensonne vor blauem Himmel, mal vor grauen Wolken, mal ganz zart im Dunst.

Es lockt und spricht ständig.  Zudem bekam ich von meinem Neffen ein Radio mit Drehknopf zur Sendersuche –nicht das Abrufen der vorprogrammierten Sender – und entdeckte auf diese Weise Radio Horeb 92,4. Anfangs verschlang ich die Sendungen regelrecht. Sogar ins Bett nahm ich mein Radio mit, denn ab 24 Uhr geht´s ja wieder weiter. Auf diese Weise wurde mir der katholische Glaube näher und näher gebracht, besonders auch durch Pater Hans Buob, der mir über ein Heilungsgebet nachts um drei begegnete. Seinen Vorträgen verdanke ich es auch, dass ich es wagte mich als evangelisch Getaufte zu einem Seminar nach Hochaltingen anzumelden.

Dort trat Lisa zu mir, mit dem Angebot hierher nach Allerheiligen zu kommen, um am 10-wöchigen Glaubenskurs „Das Feuer neu entfachen“ mit Pfarrer Oberbauer teilzunehmen. Während des Kurses merkte ich immer mehr, wenn ich eine katholische Messe besuche, ich zwar da und dabei bin aber nicht ganz dazugehöre.  Und ich spürte wie mir eine Hand zugereicht wird, die sagt: Komm ! So nahm ich meinen Starkmut zusammen, weil ich diesen Zwischenzustand nicht verlängern wollte, – weg mit der Schüchternheit – und bat um die 
Aufnahme in die katholische Kirche.

Im Kurs hieß es einmal: Zum Weg des Glaubens gehört das Wagnis. Immer wieder gilt es vertraute Lebenshaltungen loszulassen und Gottes Führung zu vertrauen. Vor kurzem hatte ich einen Traum in dem ich einen Vers dichtete: Was ich auch sehe – Du bist schon da.

So danke ich Gott und allen, die mir auf meinen Anfangsschritten geholfen haben.

Sibylle

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