Hören, was der Geist uns sagt …

1. Das Feuer entfachen
„Brannte uns nicht das Herz“ sagten viele, als sie das Wirken des Heiligen Geistes zum ersten Mal erlebten. Heute müssen wir zugeben, dass viele von uns nicht mehr so brennen wie ganz zu Beginn. Wir haben uns an „das Neue“ gewöhnt, sprechen oft nicht mehr mit dem Enthusiasmus des Anfangs darüber oder haben uns zurückgezogen, weil wir nicht so gut ankamen wie wir es wollten … Eines müssen wir uns aber klarmachen: Ein privates Pfingsten gibt es nicht! Ein Feuer, das entfacht wird, birgt in sich Wärme, Leben und Dynamik. Als das Feuer des Hl. Geistes auf die Apostel kam, trieb sie diese Kraft nach Draußen auf die Straße!
Auch wir sind berufen und gesandt, das Feuer zu entfachen! Immer und immer wieder. Ich denke, wir leben in einer Zeit, in der wir intensiv darüber nachdenken müssen, geeignete Methoden und Wege zu finden, den lebendigen und dreifaltigen Gott den Menschen in unserem Land nahe zu bringen.
Als eine der besten Methoden hat sich hier das Leben-im-Geist-Seminar (neu erschienen unter dem Titel: „Leben aus der Kraft des Heiligen Geistes“) bewährt, das in den frühen Tagen der CE entstanden ist. Hier geht es nicht nur um Verkündigung, sondern auch darum, konkret um die Ausgießung des Heiligen Geist im Leben der Teilnehmenden zu beten.
Die Zunahme der durchgeführten Seminare in Deutschland ist seit der Neuauflage im vergangenen Jahr stark gestiegen. Das ist sehr erfreulich!

2. Das Feuer am Brennen halten
Das Feuer zu entfachen ist ein erster, wichtiger Schritt. Menschen brauchen Nahrung und Unterstützung auf dem Weg hin zu einem reifen Christsein. Es braucht gute Unterweisung und Lehre – aber es braucht auch geschützte Orte, an denen ein Leben im Heiligen Geist geübt werden und Ermutigung im Alltag erfahren werden kann. In der Vergangenheit haben wir hier oftmals den Fehler begangen, diesen Dienst allein den Leiter/innen zuzuschieben. Vielleicht sollten wir uns in Deutschland wieder bewusst machen: Hier sind ALLE gefragt, die mit dem Heiligen Geist unterwegs sind! Jede/r, die/der eine Zeit lang mit dem Heiligen Geist unterwegs ist, muss sich fragen: Wo kann ich dazu beitragen, dass Menschen in meinem Umfeld zu reifen Jüngerinnen und Jüngern heranzuwachsen? Wo braucht Gott mich, andere zu trainieren, die Gaben des Heiligen Geistes richtig anzuwenden oder in Leiterschaft zu schulen? Wo sind die, in die ich investieren soll?

3. Das Feuer verbreiten
Die Herausforderung der heutigen Zeit ist es, sich nicht in geschlossene Gesellschaften und christliche Kuschelecken zurückzuziehen, sondern in die Kirche und Gesellschaft hinein zu wirken. Als CE haben wir einen Auftrag: Wir sollen Pfingsten wieder ins Bewusstsein der Menschen bringen! Widerstehen wir der Versuchung, uns in die Gebetskreise, Gemeinschaften und Konferenzen zurückzuziehen, die uns so schön mit dem versorgen, nach dem unsere Seele dürstet. Unsere Aufgabe in dieser Welt ist es, das Feuer, das entfacht ist, am Brennen zu halten UND zu verbreiten!

Gott geht uns voran. Er kennt den Weg. Wichtig ist, dass wir bereit sind, uns von ihm führen zu lassen.

Diakon Christof Hemberger, CE-Referent

 

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