Ökumenisches Treffen

Ökumenisches Treffen
der Geistlichen Gemeinschaften und Bewegungen unter dem Dach
„„Gemeinsam für Europa“
mit dem Referenten Michael Stahl
am 24.02.13 in St. Ansgar, Hamburg-Niendorf

 

Laß uns ein Baumhaus bauen, oder einen Drachen steigen lassen oder einen Kuchen backen. Hier wird Zeit verschenkt und Vertrauen aufgebaut. Dadurch zeigen wir: Du bist mir wichtig, weil ich dich liebe. Der Wunsch nach Wertschätzung, Anerkennung und Geborgenheit bedeutet viel in unserem Leben und diese Erfüllung prägt uns. Häufig haben wir keine Zeit, weil wir andere Dinge für wichtiger halten: Beruf, Karriere, Geld, Erfolg. Dabei sind Wertschätzung, Zuwendung und Liebe wichtiger als alles zusammen, vor allem im Leben unserer Kinder. Was nützt es ihnen, wenn sie allein vor dem Fernseher oder dem PC sitzen, sich finanziell alles leisten können und ihre Aggressionen an anderen Kindern auslassen, mobben und verletzten? Gewalt ist ein Schrei nach Liebe. Dazu gehört auch die Sehnsucht nach Tischgemeinschaft, der Ruf nach persönlicher Zuwendung. Zeichen, die wir erkennen müssen. Dabei könnte alles so einfach sein. Haben sie Mut, ihren Kindern zu sagen „Ich liebe Dich, Du bist mir wichtig“. Haben wir es verlernt, die Sprache der Liebe zu sprechen?

Michael Stahl hat in seinem Vortrag vor Vertretern der geistlichen Gemeinschaften in St. Ansgar darauf hingewiesen, daß wir alle jemanden brauchen, der uns trägt. Der Mensch genießt es, getragen zu werden. Es ist nicht egal, wer mein Vater ist. Verletzte Menschen verletzen andere Menschen. Fehlende Zuwendung ist das eine, direkte Gewalt, Mißbrauch oder Verachtung das andere. Michael Stahl hat in seinem Leben schlimme Gewalt erlebt und wurde gedemütigt, vom eigenen Vater. Und er hat zu ihm zurückgefunden, in dem er den ersten Schritt getan hat. Wir haben es verlernt oder gar nicht erst gelernt, die Sprache der Liebe zu sprechen. Jesus sagt: „Ich lasse dich nicht fallen, ich bin immer für dich da.“ Das ist das besondere Merkmal unseres Glaubens, wir haben ein persönliches Gegenüber in Jesus Christus. Er nimmt uns an, so wie wir sind, er liebt uns und vergibt uns unsere Schuld, macht uns frei auch für die Versöhnung mit anderen. Für unsere Kinder sind Vater und Mutter die ersten Helden. Schenken wir ihnen das, was sie wirklich brauchen. Sagen wir Ihnen, ich habe dich lieb, du bist ein toller Kerl, mein lieber Sohn, oder, du bist meine geliebte Tochter, meine Prinzessin. Und vielleicht gehen Sie auch zu ihren Eltern und sagen ihnen: Ich liebe euch und ich bitte euch um Verzeihung für all das, was ich falsch gemacht habe. Suchen sie die Fehler nicht bei anderen, fangen Sie mit der Sprache der Liebe bei sich an, noch heute. Sie werden staunen, welche Wunder passieren werden.

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Michael Stahl ist Fachlehrer für Selbstverteidigung. Als Gewaltpräventionsberater arbeitet er für TV-Sendungen sowie an Schulen, in Heimen, Gefängnissen, Kindergärten, Gemeinden, Internaten, Firmen usw. Er ist Mitbegründer der bundesweiten Kampagne „“Wahre Helden – Stars gegen Gewalt“ und wurde 2009 mit dem „WERTE AWARD“ ausgezeichnet. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Jan-Peter Leenen

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