„Miteinander für Europa“ Rückblick und Vision

 

Bei beiden Treffen – in Würzburg und München – zogen die Verantwortlichen der ökumenischen Initiative „Miteinander für Europa“ auf internationaler und nationaler Ebene Bilanz und blickten nach vorn. Im kommenden Jahr sollen die entstandenen Kontakte lokal vertieft und ausgeweitet werden – das wurde beim Treffen in Würzburg beschlossen.

Andrea Fleming gab einen Rückblick auf die Hauptveranstaltung in Brüssel und die parallelen nationalen Aktion in Deutschland. In Brüssel waren unter anderem als Redner: Maria Voce, Präsidentin der Fokolar-Bewegung, Romano Prodi, Andrea Riccardi, Gründer der Gemeinschaft Sankt Egidio, Thomas Römer, geistlicher Leiter im CVJM München sowie Michelle Moran, die Vorsitzende der internationalen CE. Der Präsident des Europäischen Rates Herman van Rompuy richtete sich mittels einer Videoaufzeichnung an das Publikum.

In Deutschland nahmen viele Städte, von Freiburg und München im Süden über Stuttgart, Frankfurt und Leipzig bis Lüdenscheid und Braunschweig im Norden, an den Aktionen teil. Die Teilnehmerzahlen schwankten regional von 20 – 400 Personen.

Einig war man sich, dass die Zentralveranstaltung in Brüssel wichtig war, die bunte Vielfalt der Veranstaltungen in den Städten Europas aber diesmal das Bild stärker geprägt habe. An vielen Orten war es das erste Mal, dass Gemeinschaften und Bewegungen aus unterschiedlichen konfessionellen Bereichen zusammen kamen.
Gerhard Proß und Sr. Dr. Nicole Grochowina aus dem deutschen Koordinationsteam zeigten unterschiedliche Dimensionen der gewachsenen Beziehungen und der Gemeinschaft unter den Bewegungen auf: Pross aus geistlich-spiritueller Sicht, Sr. Grochowina mit einem exzellenten Referat aus historisch-gesellschaftlicher Perspektive (Referate demnächst auf der homepage).

Am Nachmittag gab es nach einer Lobpreiszeit eine stille Zeit, um zu hören was Gott uns sagt.
Einige Eindrücke waren: Ermutigen der Gemeinschaften, ihr Charisma für andere zu öffnen; Europa braucht mehr Einheit – Einheit der Kirchen; Bündnis der christlichen Liebe – Jesu Gebot der Liebe leben, und einen Ort finden, in dem wir das immer wieder leben können; Gottes Geist will alle Menschen ergreifen.

Wie geht es weiter:

1. In den Regionen
Austausch und durch Inspiration von Region zu Region motivieren und noch mehr Gemeinschaft pflegen: In den Regionen jährliche gemeinsame Plattformen schaffen; Treffen unter den Regionen zum Austausch; Austausch unter den Gemeinschaften und Bewegungen; vor dem 2. Advent 2013 nächstes gemeinsames Treffen wie in Würzburg; Seminar zur Vorbereitung des nächsten „Miteinander für Europa“ im Frühjahr 2014.

2. Länderübergreifende Regionen
Initiativen aus den Gemeinschaften realisieren.

3. Vertiefung zu den 7 Ja´s auf Europäischer Ebene
Die „ 7 Ja“ als konkreter Weg des Engagements auf sozialer, wirtschaftlicher und gesellschaftspolitischer Ebene sollen die gemeinsamen Initiativen von „Miteinander für Europa“ im kommenden Jahr prägen. Erste Treffen der lokalen Netzwerke hat es bereits in einigen Städten dazu gegeben. Die Gemeinschaften werden ermutigt, ihr Charisma für andere zu öffnen.

4. Ideen
In den Städten und Regionen eine Bestandsaufnahme durchführen, inwieweit man schon in den 7 Ja´s tätig ist. Miteinander Beten! Mut machen zu regelmäßigen Treffen; Kontaktarbeit; Ein Grundlagenpapier zum Miteinander ausarbeiten.

Der Tag war rundum gelungen, ich konnte ein gutes, geisterfülltes Miteinander erleben, das Mut macht für Kirche und Glauben.
Wie sagte Gerhard Proß in seinem Schlusswort: „Es hat Gott gefallen, uns in Bewegung zu setzen!“

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