Gott will das Heil für die Welt und die Menschen

 

Unter anderem waren zwei messianische Juden, also Juden, die an Jesus als den Messias glauben, eingeladen worden. So erfuhren die Kinder nicht nur aus erster Hand, was es mit Gebetsschal und -riemen auf sich hat, sondern konnten gemeinsam mit uns Erwachsenen eine Feier zum Beginn des Sabbats nacherleben – ein Höhepunkt des Seminars. Den Gottesdienst zum Abschluss des Seminars bereicherten die Kinder mit einem israelischen Tanz.

„Die Königsherrschaft Gottes ist zuerst eine zärtliche, intime Vaterschaft.“ Das betonte Keith Warrington, Referent bei uns Erwachsenen. Hier ging es darum, was das Reich Gottes konkret bedeutet. Und dazu hatte Keith einiges zu sagen – nicht nur, weil er ein viel beachtetes Buch darüber geschrieben hat. Der gebürtige Neuseeländer, der seit etwa 40 Jahren in Deutschland lebt, brachte seine umfassende Erfahrung ein, als verantwortlicher Mitarbeiter beim internationalen Missionswerk „Jugend mit einer Mission“ (JmeM), als Kenner der Bibel wie auch der christlichen Szene in Deutschland. Er entfaltete das Thema systematisch, aber nicht ohne Humor.

Anhand biblischer Aussagen machte Keith deutlich: das Reich Gottes hat schon angefangen, es ist real und es soll alle Lebensbereiche umfassen. Er sprach sich gegen eine Trennung zwischen geistlichen und weltlichen Bereichen aus. Das Leben mit Gott ereigne sich vor allem im Alltag, der Gottesdienst und die Gemeinde seien dabei eine Hilfe. Keith ermutigte uns, Verantwortung zu übernehmen, sprich unser eigenes Leben noch mehr für Gott zu öffnen und immer mehr zum Segen für ihre Umgebung zu werden – in Familie, Beruf, Nachbarschaft.

„Reich Gottes bauen“, so Keith, bestehe nicht nur darin, das Evangelium zu verkünden und Menschen zum Glauben zu führen, sondern bedeute ein Engagement in allen Lebensbereichen für ein Leben aus dem Geist Gottes. Es gehe nicht nur um die Errettung von Menschenseelen, sondern darum, dass Gott seine ganze Welt zurück will. In diesem Sinne sei es wichtig, Menschen und Umstände im Gebet vor Gott zu bringen.

Anhand eindrücklicher Erfahrungsberichte – auch aus seinem eigenen Leben – zeigte Keith auf, dass Gott wirklich eingreift, dass er Menschen hilft und Umstände verändert. Zu diesen Beispielen zählten Eheprobleme, aber auch Industrieprojekte und Probleme der öffentlichen Verwaltung. Gottes Geist zeigte kreative und Lösungen und nachhaltige Verbesserungen auf.

Begegnungen mit diesem Gott erlebten wir auch im Lobpreis, mitgestaltet von Keiths Ehefrau Marion, in Gebet und Segnung, in verschiedenen Workshops sowie in der Beichte. In Kleingruppen konnten wir uns über unsere persönlichen Erfahrungen und Sichtweisen zum Thema Reich Gottes austauschen. Einen festen Platz im Programm des Seminars hatten die Eucharistiefeiern, mit Pfarrer Robert Mayr (Beauftragter für die Geistlichen Gemeinschaften und Bewegungen im Erzbistum Bamberg), mit Regionaldekan Georg Holzschuh (Forchheim) und mit Karmelitenpater Rudolf Theiler (Ebern).

Die Kinder bekamen neben den thematischen Einheiten viel Abwechslung geboten mit Spielen drinnen und draußen, mit Basteln und als Höhepunkt eine Nachtwanderung mit Lagerfeuer. Nicht zuletzt machte die Gemeinschaft untereinander einmal mehr den besonderen Reiz dieser Tage aus. Wir alle bildeten eine große Familie. Das wurde auch beim Abschlussgottesdienst deutlich: Kinder und Erwachsene segneten sich gegenseitig, mit einem Kreuzzeichen auf die Stirn.

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