Danken.Feiern.Beten – Auftakt mit Impulstag in Leipzig

Bergner betonte die solidarische Leistung der Menschen in Ost und West, die nicht zuletzt die wirtschaftliche Entwicklung im Osten unter den veränderten Bedingungen einer freien Gesellschaft ermöglicht habe.

 

Als eine Herausforderung für ganz Deutschland beschrieb er den demografischen Wandel, den Bevölkerungsrückgang von prognostizierten 21 Prozent bis 2060, der sich besonders im Osten auswirken werde. Dort sei inzwischen die Wirtschaftskraft im Vergleich zum Westen deutlich gestiegen, jedoch sei nicht in gleichem Maße, durch die Progression bedingt, das Steueraufkommen gestiegen, was auch längerfristig ein Problem darstelle. Die Kirchen im ganzen Lande stellte er vor die Aufgabe „Erfahrungsräume für Menschen ohne christlichen Bezug zu schaffen“. 

Der sächsische Landesbischof Jochen Bohl sprach von der Herausforderung für die Christen, in einer weithin entkirchlichten Gesellschaft, wo oft elementare Grundkenntnisse des Glaubens fehlten, das Evangelium zu verkündigen. „Wir brauchen eine säkulare, einladende Sprache ohne die Inhalte zu verlieren“, forderte Bohl. Henning Dobers, Pastor und erster Vorsitzender der Bewegung „Geistliche Gemeinde-Erneuerung“ in Deutschland konkretisierte das Anliegen, vor allem junge Menschen zu erreichen: „Wie bekommen wir das hin, Kindern und Jugendlichen das Wunder der Freiheit und Einheit zu vermitteln?“

Mit öffentlichen Gebeten, Gottesdiensten und einem Pilgerweg will die Initiative „Danken.Feiern.Beten“ an die friedliche Revolution und die Grenzöffnung erinnern. Ziel ist es, über Kirchen und Konfessionsgrenzen hinweg für Deutschland und ganz Europa „das Wunder der Freiheit und Einheit“ neu ins Bewusstsein der Menschen zu rufen, dankbares Erinnern an damals und verantwortliches Handeln heute zu verbinden. Im Internetportal „www.3-oktober.de“ werden Unterstützer vorgestellt und die Vorhaben beschrieben.

2014 – Pilgerroute auf dem Todesstreifen

Dort finden sich unter anderem die genauen Stationen der Gebetswanderung, die vom 3. Oktober bis zum 9. November 2014 entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze zum gemeinsamen Pilgern einlädt. „Zwei Gruppen wandern von den nördlichen und südlichen Grenzen unseres Landes in die Mitte der Grenze und werden dabei Gott für das Wunder des Mauerfalls danken und ihn für weitere Heilung, Einheit und Erneuerung in unserem Land bitten“, heißt es in der Ankündigung.

Für die Abschnitte in Thüringen hat Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht die Schirmherrschaft übernommen. Die Gebetswanderung im Bereich Sachsen-Anhalt steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Reiner Haseloff. Ebenso hat der Ministerpräsident des Freistaates Bayern, Horst Seehofer, seine Schirmherrschaft erklärt: „Die Teilnehmer der Gebetswanderung wollen danken. Sie verstehen die Wende von 1989 und die friedliche Wiedervereinigung unseres Landes als Wirken Gottes in der Geschichte. Gemeinsam wollen sie auch darum bitten, dass unser Land weiter zusammenwächst und gesund wird an Leib und Seele. In dieser Hoffnung weiß ich mich mit ihnen einig!“

 

Weitere Informationen:

Projektgruppe 3. Oktober – Koordinator Lorenz Reithmeier
Lilienweg 10, 21218 Seevetal – Tel. 04105-6675102
eMail:reithmeier@3-oktober.de

www.3-oktober.de

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