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MÄNNERWALLFAHRT AUF DEN HOHENRECHBERG

Männerwallfahrt2

A.D. 2024

Wir schreiben Freitag den 22. März: Zum zweiten Mal in Folge machte sich eine Männergruppe (45 an der Zahl) zur Josefswallfahrt auf den Hohenrechberg „Zur schönen Maria“ auf.

Die Pilger der Wallfahrt kamen aus allen Ecken Deutschlands: jeder mit seinem persönlichen Anliegen, seiner persönlicher Erfahrung im Glauben und jeder mit seinem eigenen Kreuz. Manche Männer waren zum zweiten Mal dabei und manche zum ersten Mal. Wie schon letztes Jahr waren auch ein Dutzend Männer aus der charismatischen Gemeinde Home|base aus Stuttgart dabei. Anfänglich lag eine gewisse Stille und Ungewissheit in der Luft: Wie wird die Nacht verlaufen? War es richtig mitzukommen? Um diesen Fragen die Luft aus den Segeln zu nehmen, wurde die Wallfahrt zunächst mit Lobpreis und Anbetung in der „Herz Jesu Kirche“ in Ebersbach eingestimmt. Am Ende folgte ein gemeinsames Gebet zum Heiligen Josef auf dem Kirchhof.

Die Nachtwallfahrt von ca. 30 km Länge konnte starten.

Zum zweiten Mal in Folge wurden wir mit wunderbarem Wetter beschenkt; ein klarer Nachthimmel, ohne Regen und ohne Wolken. Der dreiviertel Mond zeigte uns mit seinem starken Licht den Weg.

Die Stille der Nacht – in der wir durch die Wälder des Schurwalds und der schwäbischen Alb pilgerten – macht die Wallfahrt zu einem besonderen Ereignis. In der Nacht gibt es keine Ablenkung und kein Lärm; man ist im Hier und Jetzt. Man kann sich auf ein Gespräch mit einem der Teilnehmer einlassen oder einsam in der Stille seinem Ich begegnen.

Die Stille der Nacht wurde lediglich durch den gemeinsam meditierten Rosenkranz oder den dem Singen der Männer unterbrochen.

Nach den ersten 10 km folgte die erste Pause am Adelberger Stausee. Erste Brötchen und Kraftriegel wurden verzehrt. Vier kühne Männer hatten das Bedürfnis, eine kühle Erfrischung im Stausee zu nehmen. Anschießend folgten weitere Etappen mit je 10 km.

Um auf den Hohenrechberg zu gelangen, war es erforderlich einige Höhenmeter zu beschreiten. Daher forderte die Strecke Birenbach – Hohenstaufen seine Mühen. Die Anstrengung hat sich jedoch gelohnt. Auf der Spielburg angekommen, folgte eine Pause am Gipfelkreuz – die atemberaubende Aussicht auf das Filstal linderte die spürbare Erschöpfung und Anstrengung mitten in der Nacht.

In der Morgendämmerung des 23. März pilgerten wir über den Aasrücken, auf den letzten Kilometer unserem Ziel entgegen. An der Burg des Hohenrechbergs angekommen durften wir ein außergewöhnliches Naturspektakel erleben. Die bevorstehenden Regenschauer bildeten über unseren Köpfen einen vollständigen und farbintensiven Regenbogen. Dieser stand wie eine Schutzglocke über den Pilgern und in diesen stieg die Gewissheit, dass Gott selbst dieses Zeichen geschenkt hatte.

Die Freudetränen vom Himmel (leichter Regenschauer) begleiteten die Männer auf den letzten Metern des historischen Kreuzwegs hinauf zur Wallfahrtskirche „Zur schönen Maria“. Empfangen wurden wir am Ziel mit Kaffee und einem herzlichen Lächeln der Frauen aus der Gemeinde Hohenrechberg.

Die Wallfahrt erreichte ihren Höhenpunkt mit der Heiligen Messe. Während der Homilie unterstrich Pfarrer Walter die Herzens-Attribute des Heiligen Josefs: sein hörendes, mutiges, tätiges und fürsorgliches Herz. Er ermutigte uns, diesen Herzens-Attributen zu folgen. Und gewissermaßen haben auch wir uns, wie Josef, uns in der Stille der Nacht dem Willen Gottes gefügt.

Gekrönt wurde die Wallfahrt mit einem gemeinsamen reichhaltigen Frühstück, welches die Gemeinde für uns aufwändig vorbereitet hat. Glückliche und zufriedene Gesichter waren beim Frühstück zu sehen. Die Anstrengung, das Leiden, das Wachen und Beten in der Nacht hatte sich gelohnt. In dieser Nacht durften wir dem Herrn ein Stück näher rücken und Seine Gegenwart unter uns spüren.

In dieser Nacht ist eine außergewöhnliche Männergemeinschaft entstanden, die eine gemeinsame Glaubenserfahrung machen durfte.

Ein Zeugnis eines jungen Mannes bringt die Wallfahrt treffend auf den Punkt:

„Leute, ich freue mich extrem so eine heilige und himmlische Erfahrung gemacht zu haben. Vieles heute Nacht ist nicht erklärbar und muss die Einwirkung von Jesus gewesen sein. Ich bin sehr glücklich ein Teil davon zu sein und wünsche jedem Gottes Segen“.

Marcel Karolak und Robert Rogalski