Zum Tod von Anita Spohn
In tiefer Trauer und dankbarer Erinnerung nehmen wir Abschied von Anita Spohn, die am 8. August 2026 im Alter von 83 Jahren verstorben ist. Sie hinterlässt in der Charismatischen Erneuerung des Erzbistums Köln, deren Sprecherin sie viele Jahre war, eine tiefe Lücke. Mit ihr verliert die katholische Kirche, nicht nur im Erzbistum Köln, eine inspirierende Persönlichkeit, eine engagierte Glaubenszeugin und eine Frau, die ihr tiefes Gottvertrauen in den Dienst ihrer Mitmenschen stellte. Ihre besondere Hingabe galt der Verehrung des Heiligen Geistes und dem Vertrauen auf sein Wirken.
Anita Spohn wurde am 29. März 1943 geboren. Ein Wendepunkt in ihrem Leben war eine schwere Krebserkrankung im Alter von 37 Jahren. Diese existenzielle Krise überwand sie nicht nur physisch, sondern verarbeitete sie zu einer Quelle spiritueller Kraft. Ihre Erfahrungen hielt sie in ihrem berührenden Buch „Ich konnte weiterleben – Und ließ den Krebs hinter mir“ fest. Sie verstand ihre Heilung als Auftrag, anderen Menschen in dunklen Stunden Hoffnung zu schenken.
Gemeinsam mit ihrem Ehemann prägte sie über Jahrzehnte das geistliche Leben in Köln. Als Gründerin und Leiterin der katholischen Markusgemeinschaft, die lange an der Basilika St. Aposteln beheimatet war, schuf sie einen Ort der Begegnung, des Gebets und des gelebten Glaubens. Unvergessen sind die zahlreichen Glaubenskurse, Lobpreis-, Heilungs- und Segnungsgottesdienste, die sie über viele Jahre regelmäßig und in großer Treue organisierte.
Als Referentin und Autorin war es ihr ein Herzensanliegen, die Botschaft von der „Heilung durch Vergebung“ weiterzugeben. In ihren 21 erzählenden Geschichten „Von der Dunkelheit ins Licht“ hinterließ sie Gleichnisse, die Trost und Zuversicht spenden. Sie war eine Frau, die zuhören konnte, die Herzen berührte und die zeigte, dass der Glaube Berge versetzen kann.
Ihr unermüdliches Engagement, ihre Herzenswärme und ihr tiefes Gottvertrauen werden unvergessen bleiben. Ihr Wirken in der Markusgemeinschaft wird als ihr bleibendes Vermächtnis fortleben.
„Wer im Schutz des Höchsten wohnt, der ruht im Schatten des Allmächtigen. Ich sage zum HERRN: Du bist meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf den ich vertraue.“ (Psalm 91, 1-2)
In stillem Gedenken und Mitgefühl
Viktor Fischer-Emmerich (2. Sprecher der Charismatischen Erneuerung im Erzbistum Köln)

