{"id":1024,"date":"2020-04-08T10:54:25","date_gmt":"2020-04-08T08:54:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.erneuerung.de\/wuerzburg\/?p=1024"},"modified":"2020-04-24T14:29:20","modified_gmt":"2020-04-24T12:29:20","slug":"eingeladen-zu-kommen-zu-sehen-und-zu-glauben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.erneuerung.de\/wuerzburg\/2020\/04\/08\/eingeladen-zu-kommen-zu-sehen-und-zu-glauben\/","title":{"rendered":"Eingeladen zu kommen, zu sehen und zu glauben"},"content":{"rendered":"\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<p><em>Unser W\u00fcrzburger Bischof Franz Jung schreibt in einem Brief an die Seelsorger und alle Gl\u00e4ubigen: \u201eAngesichts der bekannten Beschr\u00e4nkungen gilt es, neue und ungewohnte Wege zu gehen. Ziel muss sein, Formen zu finden, die es erm\u00f6glichen, dass die Osterbotschaft die Herzen der Menschen erreicht.\u201c<\/em> <em>Nachdem es uns in diesem Jahr aufgrund der bekannten Beschr\u00e4nkungen wegen Corona nicht gelingt, einen Oster-Rundbrief der CE W\u00fcrzburg herauszugeben, soll diese Betrachtung zu Ostern 2020, eine Aussage sein worauf unser Glaube und unsere Hoffnung sich gr\u00fcnden und wie Bischof Franz meint, eine Form, die Osterbotschaft weiterzugeben.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Wenn ich den Liedtext betrachte: \u201eWir wollen alle fr\u00f6hlich sein, in dieser \u00f6sterlichen Zeit\u201c, so kann ich mir gut vorstellen, dass wir in dieser Zeit der notwendigen jedoch massiven pers\u00f6nlichen Einschr\u00e4nkungen nicht wirklich \u00f6sterlich froh gestimmt sein k\u00f6nnen. Wir vermissen in diesem Jahr an den Osterfeiertagen die Mut-machenden Gottesdienste, die Lieder und die Hallelujas. Unser Leben ist zurzeit einfach \u00fcberschattet von der alles beeintr\u00e4chtigenden Corona-Krise.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Geht es uns, wenn wir die t\u00e4glichen Hiobsbotschaften h\u00f6ren vielleicht ein wenig \u00e4hnlich wie den J\u00fcngern nach dem Tod Jesu: Wird es auch uns treffen, fragen sich die J\u00fcnger? Soll jetzt alles vorbei sein, und wie soll es weitergehen? Zu tief sa\u00df bei den J\u00fcngern die Entt\u00e4uschung, dass Jesus, den <strong>s<\/strong>ie als Messias erkannt hatten, und der beim Einzug in Jerusalem mit gro\u00dfem Hosianna begeistert begr\u00fc\u00dft und kurz danach wie ein Verbrecher gekreuzigt wurde. Ihren Beruf hatten sie f\u00fcr ihn aufgegeben und nun standen sie vor dem NICHTS.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Nach seinem Tod, am ersten Tag der Woche, kommen die Frauen zum Grab. Ein Engel w\u00e4lzt den Stein vom Grab und verk\u00fcndet ihnen, dass Jesus auferstanden sei. Beim Evangelisten Johannes lesen wir, dass auch Petrus und Johannes zum Grab kommen, und nur das leere Grab vorfinden. Nicht nur, dass man ihnen den lebenden Jesus genommen hatte, &#8211; jetzt fehlte selbst sein Leichnam: der Leib, durch den seine Seele und sein Geist m\u00e4chtig gewirkt hatten, wenn er zu den Menschen sprach, Kranke heilte, D\u00e4monen austrieb und Tote auferweckte. Nur die Leinenbinden und das Schwei\u00dftuch waren zur\u00fcckgeblieben.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Heute stehen auch wir mit Maria von Magdala, Petrus und Johannes vor dem leeren Grab. Aber: das leere Grab wird zum Ort einer neuen Erkenntnis und Offenbarung, f\u00fcr die drei und auch f\u00fcr uns. Beispielhaft wird das von Johannes berichtet, dem J\u00fcnger, den Jesus liebte. Er kam, sah \u2013 und glaubte. Das leere Grab und die Aussage: \u201eEr ist nicht hier, er ist auferstanden\u201c, bedeuten: Jesus hat den Tod siegreich \u00fcberwunden; den Glauben in Johannes macht das siegreich und stark. Diese Erfahrung schenkt uns Ostern f\u00fcr unser Leben. Auch wir sind eingeladen zu kommen, zu sehen und zu glauben.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Glauben hei\u00dft f\u00fcr uns: Festhalten an dem, was wir mit unseren Augen nicht sehen und mit unseren Ohren nicht h\u00f6ren, vielleicht aber mit den Augen und Ohren des Herzens erkennen: Gott sagt Ja zu unserem Leben! Gott liebt uns immer, auch wenn wir Dunkelheit und Leere, \u00c4ngste, Krankheit, Einsamkeit und Zeiten erleben, wie in diesen Wochen und Monaten, &#8211; wenn wir uns dem B\u00f6sen ohnm\u00e4chtig ausgesetzt f\u00fchlen und schlie\u00dflich dem Tod. Dann d\u00fcrfen wir in Christus auferstehen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Wir erleben auch Momente in unserem Leben, da r\u00fchrt Gott unser Herz an. Wir erkennen, dass er da ist und m\u00f6chten diese Augenblicke gerne festhalten. Doch dann schlie\u00dft sich die unsichtbare Welt vor unserem inneren Auge und wir stehen wieder in der alten, bekannten und f\u00fcr uns real existierenden Welt. Doch, ER ist immer da, auch wenn f\u00fcr uns Nacht ist, wenn wir Nacht in uns haben, uns vergeblich m\u00fchen, wenn wir keinen Ausweg und vielleicht auch keinen Sinn in unserem Leben sehen. Wenn wir in der Bibel weiterlesen, dann erfahren wir, dass Jesus sich nach der Auferstehung den J\u00fcngern immer wieder zeigt bis zu seiner Himmelfahrt, und auch mit ihnen zusammen isst, also real anwesend ist.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Ja, wo kommt Jesus heute auf uns zu \u2013 oder wir auf ihn<strong>?<\/strong> Wir sehen ihn nicht, wir erkennen ihn auch nicht leibhaftig unter uns. Das Entscheidende haben wir mit den J\u00fcngern gemeinsam: Er wartet darauf, dass er bei uns sein kann, heute und jeden Tag. Er sieht die N\u00f6te und Sorgen in unserem Alltag, unsere Niedergeschlagenheit und unsere Zweifel. Vertrauen wir uns ihm an, suchen wir das Gespr\u00e4ch mit ihm. Er h\u00f6rt uns immer. Wenn wir eine pers\u00f6nliche Beziehung mit dem Herrn pflegen, gewinnen wir ein Leben das uns Gr\u00f6\u00dfe und Wert der Ewigkeit erahnen l\u00e4sst und das auch nach dem Tod weitergeht. Daran \u00e4ndert sich auch nichts, wenn wir ab und zu Gottes gute Absichten verfehlen und uns nicht entsprechend der Liebesbotschaft von Jesus Christus verhalten. Wer sich f\u00fcr Gott entscheidet, ist sein Kind, das er nie mehr loslassen wird.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Gott m\u00f6chte uns, seine Kinder, so ver\u00e4ndern, dass wir danach streben, Jesus immer \u00e4hnlicher zu werden. Wenn sich ein Mensch auf die Beziehung mit Gott einl\u00e4sst ist oft von \u201eUmkehr\u201c die Rede. Wir k\u00f6nnen uns allerdings nicht das Leben im Himmel durch gute Taten erkaufen. Am Ende ist es alleine die unendliche Gnade Gottes. Er wendet sich nicht von uns ab, auch wenn wir nicht perfekt sind.\u00a0Denken wir daran: Jesus ist f\u00fcr uns s\u00fcndige Menschen gestorben, &#8211; ER hat alle Schuld mit ans Kreuz genommen und wir sind erl\u00f6st durch seinen Tod.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Papst Franziskus sagte: \u201eJesus verwandelt unseren Tod in Auferstehung&#8220;. Das hei\u00dft f\u00fcr uns: Wir werden in Christus auferstehen. Oder wie es einem Lied von Lothar Kosse hei\u00dft: <strong>\u201eIch wei\u00df, ich werde leben, weil du bist. Ich wei\u00df, dass mein Erl\u00f6ser lebt\u201c.<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Mit seinem Tod hat Jesus Christus den Weg zu Gott freigemacht. Deshalb k\u00f6nnen und d\u00fcrfen wir direkt mit Gott, direkt mit Jesus sprechen. Ich kann nur ermutigen mit ihm zu spechen, er wartet darauf, dass wir uns ihm \u00f6ffnen und unsere Anliegen vor ihn bringen. Er antwortet, versuchen wir auf seine Stimme in uns zu h\u00f6ren. In der Bibel finden wir viele Stellen, wo er fragt: \u201eWas willst du, dass ich dir tue?\u201c\u00a0 Das gilt f\u00fcr uns heute genauso. Sagen wir es ihm. Manchmal spricht er direkt zu uns, manchmal erkennen wir seine Hilfe, wenn uns ein Weg zu einer L\u00f6sung gezeigt wird. Dann ist das kein Zufall, sondern ER handelt. Vielleicht ist unsere Wunsch-L\u00f6sung nicht die Beste f\u00fcr uns. Vertrauen wir auf ihn. Er wei\u00df besser, was schlie\u00dflich f\u00fcr uns gut ist. Aber dass er, der Erl\u00f6ser, uns auf diesem irdischen Weg f\u00fchrt und auch heute in unser Leben eingreift, das glaube ich ganz fest.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Indem Jesus den Tod und damit alles besiegte, was bei uns nicht im Sinne Gottes ist, machte er f\u00fcr uns Menschen den Weg zu Gott frei. Gott steht da, streckt seine Hand aus und wartet darauf, jeden einzelnen Menschen als sein Kind umarmen zu d\u00fcrfen. Wer den Wunsch versp\u00fcrt, sich in Gottes Arme zu begeben, muss nichts weiter tun, als auf seine ge\u00f6ffneten Arme zuzugehen. Dabei kann zum Beispiel das folgende Gebet helfen:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><strong><em>\u201eGott, ich w\u00fcnsche mir nichts mehr, als an deiner Hand durchs Leben zu gehen und zu wissen, dass ich nie mehr alleine sein werde. Danke, dass du mein himmlischer Vater bist. Und Danke, dass du deinen Sohn Jesus Christus auf die Erde geschickt hast, um durch ihn den Weg zu dir freizumachen. Bitte komm in mein Leben und begleite mich in allen guten und schwierigeren Zeiten. Ich vertraue darauf, dass du nur das Beste f\u00fcr mich willst und mich deshalb liebevoll f\u00fchrst.\u201c<\/em><\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Gott, der Sie, der Dich und mich geschaffen hat, liebt uns von ganzem Herzen. Er l\u00e4sst zwar jedem Menschen die Wahl, ob er ein Leben mit oder ohne seine Hilfe leben m\u00f6chte. Doch jeden von uns als Kind in seine Arme zu nehmen, freut Gott unglaublich. Er ist bereit alles f\u00fcr uns zu geben und uns nie mehr loszulassen. Daf\u00fcr ist Jesus gestorben \u2013 und auferstanden. F\u00fcr ihn\u00a0sind nicht unser K\u00f6nnen und\u00a0unsere Leistung entscheidend\u00a0&#8211; was Gott interessiert, ist\u00a0ganz allein\u00a0das Herz. Entscheiden wir uns immer wieder von Neuem f\u00fcr ihn. Wie gut dies ist, das durften wir an vielen Menschen und auch ich selbst erfahren.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Die f\u00fcnfzig Tage bis Pfingsten sind eine geschenkte Zeit, um den Osterglauben und das Gott-Vertrauen wieder ganz bewusst in uns aufzunehmen. Bitten wir unseren Herrn Jesus Christus, dass wir Ihn als den Auferstandenen und Erl\u00f6ser wahrnehmen d\u00fcrfen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Er l\u00e4dt uns ein, <strong>zu kommen, zu sehen und zu glauben!<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Nehmen wir seine Einladung an. Er wird uns auch durch diese derzeit schwierige Zeit f\u00fchren.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>So w\u00fcnsche ich uns allen Vertrauen und Zuversicht in IHN, &#8211; er ist das Heil der Welt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>Seid gesegnet in Christus dem Auferstandenen.<\/p>\r\n<p><br \/>Manfred Aulbach<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser W\u00fcrzburger Bischof Franz Jung schreibt in einem Brief an die Seelsorger und alle Gl\u00e4ubigen: \u201eAngesichts der bekannten Beschr\u00e4nkungen gilt&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":488,"featured_media":1028,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":{"0":"post-1024","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-allgemein"},"post_mailing_queue_ids":[],"menu_order":0,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.erneuerung.de\/wuerzburg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1024","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.erneuerung.de\/wuerzburg\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.erneuerung.de\/wuerzburg\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.erneuerung.de\/wuerzburg\/wp-json\/wp\/v2\/users\/488"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.erneuerung.de\/wuerzburg\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1024"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.erneuerung.de\/wuerzburg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1024\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1033,"href":"https:\/\/www.erneuerung.de\/wuerzburg\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1024\/revisions\/1033"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.erneuerung.de\/wuerzburg\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1028"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.erneuerung.de\/wuerzburg\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1024"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.erneuerung.de\/wuerzburg\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1024"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.erneuerung.de\/wuerzburg\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1024"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}