Weihnachtsseminar 2021

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On fire – Weihnachtsseminar 2021

Im Vorfeld war es spannend. Wird es möglich sein, das Weihnachtsseminar durchzuführen – und ist es in der momentanen Situation überhaupt verantwortbar? Bei der Planung hatten wir das Empfinden, ja wir sollen es wagen. Und wir haben Gottes Treue erlebt – vor dem Seminar und nochmals währenddessen haben sich alle getestet – und kein einziger Coronatest war positiv.

 

Positiv war aber vieles andere: Unser Miteinander in diesen Tagen, der Lobpreis, der Input, die Gottesdienste. Das Weihnachtsseminar war etwas anders als gewohnt, aber es hat sich gelohnt – was eine große Anzahl begeisterter Rückmeldungen bezeugt.

Letztlich waren wir 101 Personen, wie immer aus allen Generationen. Die Kinder hatten viel Spaß in ihren Gruppen, die Jugend hatte ein intensives, fruchtbares Programm. Als Referent war dieses Mal Roland Abt bei uns, der nach langjähriger Tätigkeit für die Gemeinschaft Immanuel in Ravensburg seit letztem Jahr mit dem Aufgabengebiet geistliche Gemeinschaften und Bewegungen für die Diözese Rottenburg-Stuttgart betraut ist.

Das Thema war „On fire – Leben im Feuer“. Dem Referenten gelang es, praxisnah und auf lebendige Weise auf unter-schiedlichste Aspekte charismatischer Spiritualität einzugehen. „Erfrischend, authentisch, lebensnah, alltagstauglich, kurzweilig, gute und verständliche Beispiele…“, sind einige der vielen Rückmeldungen von Teilnehmern.

In den Lobpreis hat dieses Mal das Ehepaar Stefan und Anna-Elisabeth Neubacher geführt und diese Aufgabe mit großer Hingabe, Sensibilität und fachlichem Können gemeistert. Besonders beeindruckend war, mit welcher Gelassenheit sie diesen Dienst mit der Betreuung ihrer vier Kinder jongliert haben. Dass ab und zu mal eines der jüngeren von ihnen dringend zu Mama auf die Bühne musste, war in keiner Weise störend, sondern hat den familiären Charakter des Seminars noch unterstrichen. Auch ihre Bereitschaft, immer wieder mal weitere Musiker in den Lobpreis zu integrieren, war bereichernd. Vielen Dank euch – und auch den vielen anderen Mitarbeitern in den verschiedenen Bereichen, denen wir das Gelingen des Seminars verdanken.

 

Die Corona-Auflage „Singen nur mit Maske“ mag zwar manch einer als Einschränkung empfunden haben, aber dennoch tat es so gut, mal wieder gemeinsam im Lobpreis vor Gott sein zu dürfen. Auf die Weihnachtsseminar-Tradition, in der Rosenkranz-kapelle Gottesdienst zu feiern, mussten wir wegen der Abstandsregeln dieses Mal verzichten – aber auch im Saal lässt sich gut ein Gottesdienst begehen. Ein großes Dankeschön an Sven Jast, der dieses Jahr als einziger Priester die Tage mitgetragen hat. Dankenswerterweise kamen weitere Priester als Beichtväter „auf Besuch“.

Daneben kamen wir natürlich auch in Kleingruppen zum Austausch zusammen, es gab Workshops zu verschiedenen Themen. Besonders zum Workshop Heilung habe ich viel Positives gehört, aber auch alle anderen wurden gut aufgenommen, während andere in aller Freiheit die Zeit zum persönlichen Gebet oder auch zum Ausruhen nutzten. Abgerundet wurde der Tag mit diversen Angeboten am Abend. Das Hörende Gebet fand auch dieses Jahr großen Anklang, über das Angebot der Lobpreis Jam Session wird ja gesondert berichtet. Der Segnungsabend am letzten Abend ist ein Fixpunkt beim Weihnachtsseminar; für viele war es eine gesegnete, berührende Zeit, auch durch die ausdauernde, sensible Begleitung durch unsere Lobpreiser.

In den Rückmeldungen schrieb jemand: „Danke für Euren Mut zur Durchführung!“ Als Team blicken wir voll Dankbarkeit auf die Tage zurück. Auch unter Pandemiebedingungen hat es sich gelohnt – wenn es auch finanziell gesehen sehr eng gewesen ist – denn trotz geringerer Teilnehmerzahl sind halt die meisten Kosten die gleichen. Aber voll Zuversicht machen wir uns an die Planung für diesen Dezember.

Dagmar Ludwig