{"id":141,"date":"2020-01-21T08:00:04","date_gmt":"2020-01-21T07:00:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.erneuerung.de\/jugend\/?p=141"},"modified":"2022-09-14T09:32:20","modified_gmt":"2022-09-14T07:32:20","slug":"sakramente","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.erneuerung.de\/jugend\/2020\/01\/21\/sakramente\/","title":{"rendered":"Sakramente"},"content":{"rendered":"<p>In der Katholischen Kirche gibt es 7 Sakramente: Die <strong>Taufe, Beichte<\/strong>, <strong>&nbsp;Eucharistie,&nbsp; Firmung, Ehe, (Priester)weihe<\/strong> und die <strong>Krankensalbung<\/strong>.&nbsp;Sakramente sind \u201eGeschenke Gottes\u201c, Zeichenhandlungen, die gemeinsam gefeiert werden.<\/p>\n<p>Sie sollen Gottes Liebe zu uns besonders zum Ausdruck bringen. Nat\u00fcrlich gibt es viele weitere Wege, in denen uns Gott seine Liebe zeigen kann. Diese 7 Zeichen sind aber besonders ausgew\u00e4hlt worden, sie stehen an wichtigen Lebenseinschnitten der Menschen, wie z.B. die Taufe, Firmung und Eheschlie\u00dfung, weswegen man vier Sakramente nur einmal in seinem Leben empfangen kann.<\/p>\n<p>Wer getr\u00f6stet oder ermutigt wird, der wei\u00df, wie wichtig Worte im Zusammenhang mit einer kleinen Geste, einem Zeichen sind. Auch die Sakramente bestehen immer aus zwei zusammengeh\u00f6renden Elementen: einem Wort\/Satz und einer Zeichenhandlung des Spenders (z.B. sagt der Priester bei der Taufe \u201eIch taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl.Geistes\u201c und gie\u00dft dabei dem T\u00e4ufling Wasser \u00fcber den Kopf).<\/p>\n<p>F\u00fcr alle Sakramente ist noch eins Bedingung: die richtige \u201eDisposition\u201c. Das hei\u00dft, wer eine solche Zeichenhandlung f\u00fcr sich in Anspruch nimmt, also ein Sakrament empfangen will, muss sich darauf vorbereiten und mit Herz und Kopf \u201eauf Empfang\u201c gehen. Es bringt nichts und f\u00fchrt zu nichts, wenn man ohne Glauben und innere Bereitschaft Gottes Liebeszeichen mitnehmen will.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Taufe<\/strong><\/p>\n<p>Die Taufe ist das erste Sakrament, das uns Menschen erst zu Christen macht, also die Aufnahme in die Gemeinschaft der Gl\u00e4ubigen\/ Kirche. Fr\u00fcher wurden vor allem Erwachsene getauft und in einer l\u00e4ngeren Einf\u00fchrung in den christlichen Glauben (Katechumenat) auf die Taufe vorbereitet. Heute werden die meisten schon als Babys getauft, weil man den Menschen schon von seiner Geburt an der Gnade und der Liebe Gottes anvertrauen will. Hier entscheiden also die Eltern und die Taufpaten stellvertretend f\u00fcr das Kind, dass es nun zur Kirche geh\u00f6ren soll. Sie w\u00fcnschen sich, dass ihr Kind nicht nur ihnen geh\u00f6rt, sondern vielmehr Gott derjenige ist, der das Kind besch\u00fctzt und immer begleitet. Von ihnen wird jetzt erwartet, dass sie auf die Liebe Gottes antworten, die jedem Kind gilt, und dass sie bei der Taufe ihres Kindes bewusst \u201eJa\u201c zu dieser Liebe sagen. So aber wird die Einf\u00fchrung in den Glauben eine umso wichtigere Aufgabe, die wenigstens bei der Erstkommunion und der Firmung geschehen muss. Auch unsere Jugendwochenenden und die Sommercamps wollen auf ansprechende Weise zum Glauben einladen.<\/p>\n<p>Bei der Feier der Taufe wird der T\u00e4ufling deswegen auf den dreieinigen Gott getauft, wobei er am Kopf mit Wasser \u00fcbergossen, seltener eingetaucht wird. Wasser erinnert an das t\u00e4gliche Waschen und Reinwerden, es erfrischt, macht lebendig, erneuert und ist lebensnotwendig. Gott w\u00e4scht in der Taufe alles ab, was belastet, und schenkt uns neues Leben bei und mit ihm! Au\u00dferdem wird der T\u00e4ufling mit Chrisam, einem kostbaren Salb\u00f6l, durch ein Kreuzzeichen auf die Stirn gesegnet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Beichte<\/strong><\/p>\n<p>Die Beichte oder Bu\u00dfe ist wie die Eucharistie eines der Sakramente, die h\u00e4ufig empfangen werden k\u00f6nnen und nimmt damit eine Sonderrolle ein. In der Beichte, die in der Regel kurz vor der Erstkommunion das erste Mal gespendet wird, haben die Gl\u00e4ubigen die M\u00f6glichkeit, alles was in ihrem Leben nicht so gut l\u00e4uft, vor Gott hinzulegen. Stellvertretend f\u00fcr Gott, sprechen wir unsere S\u00fcnden und unser Fehlverhalten in einem Beichtgespr\u00e4ch oder im Beichtstuhl in der Kirche vor einem Priester aus. Er kann helfen, die eigene Schuld einzusehen, Tipps f\u00fcr ein besseres Verhalten in \u00e4hnlichen zuk\u00fcnftigen Situationen geben und hat durch sein Amt als Priester die Vollmacht, den Bereuenden von all dieser Last \u201eloszusprechen\u201c, d.h. ihm im Namen Jesu alle Schuld zu vergeben. Deshalb wird es auch Sakrament der Vers\u00f6hnung genannt: Vers\u00f6hnung mit Gott und den Mitmenschen.<\/p>\n<p>Es ist ein tolles Angebot und echtes Geschenk Gottes, diese Vergebung immer wieder zu erfahren und sich dadurch neu auf Christus auszurichten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Eucharistie<\/strong><\/p>\n<p>In der \u201eEucharistie\u201c (Danksagung, griechisch) ist ein unvorstellbares Angebot Gottes enthalten. Wer hier teilnimmt, wird Anteil an Gott selbst haben.<\/p>\n<p>Jesus feiert mit seinen J\u00fcngern Pessach, das ist die ber\u00fchmte Feier vom Auszug der Israeliten aus \u00c4gypten. Durch seine Worte wird es aber zu einem ganz besonderen Mahl, das alles andere sprengt, was bisher gefeiert wurde. Es ist die letzte Zusammenkunft, bevor er hingerichtet wird. Er dankt Gott (s.o.) f\u00fcr Wein und Brot, dann sagt er vom Brot \u201edas ist mein Leib\u201c und vom Wein \u201edas ist mein Blut\u201c. Was ist hier geschehen?<\/p>\n<p>Eine Beweisf\u00fchrung muss hier aufh\u00f6ren, es ist nur schwer zu verstehen, wie Jesus in Wein und Brot anwesend ist. Wer hier\u00fcber streiten will, hat eines \u00fcbersehen: Dass Jesus uns unter die Haut gehen will, er m\u00f6chte wirklich von uns aufgenommen werden. Und er will keinen Zweifel daran lassen, dass es eben kein normales Brot und kein normaler Wein mehr ist. Wir sprechen von (Ver-)Wandlung. Genau dies ist auch unsere Bestimmung: Verwandelt zu werden von Jesus Christus, teilzunehmen an seinem Mahl. Jesus l\u00e4sst keinen Zweifel daran, dass dieses \u201eletzte Abendmahl\u201c genau damit zu tun hat, dass er selbst ganz konkret seinen geschundenen Leib und sein vergossenes Blut f\u00fcr uns einsetzen und hingeben wird. Wer also an seinem Mahl teilnimmt, nimmt an seinem \u201eOpfer\u201c teil, also an dem, was Jesus f\u00fcr uns aufgegeben hat.<\/p>\n<p>Es ist sicher deutlich geworden, dass man dieses Sakrament nicht nur im Vor\u00fcbergehen mitnimmt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Kirche nennt die Eucharistie auch \u201eQuelle und H\u00f6hepunkt christlichen Lebens\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Erstkommunion d\u00fcrfen die Kinder meistens aus der 3.Klasse zum ersten Mal das Sakrament der Eucharistie empfangen. Sie werden in die \u201eMahlgemeinschaft\u201c mit Gott und der ganzen Gemeinde aufgenommen, was schon der Name verr\u00e4t: das lateinische Wort \u201eCommunio\u201c bedeutet Gemeinschaft.<\/p>\n<p>Bei diesem gro\u00dfen Fest d\u00fcrfen die Kinder nach einer Vorbereitungszeit die Hostie, den Leib Christi, die Eucharistie, in der Eucharistiefeier empfangen. Es ist nat\u00fcrlich zu w\u00fcnschen, dass es nicht bei der ersten Kommunion bleibt. Vielmehr sind alle Gl\u00e4ubigen zur ungez\u00e4hlten Kommunion berufen.<\/p>\n<p>Durch die Taufe wird ein Mensch in die Gemeinschaft der Gl\u00e4ubigen aufgenommen; diese Beziehung wird durch die Teilnahme an der Eucharistie verst\u00e4rkt. Die Kommunion ist Fortf\u00fchrung der Taufe, die im Jugendalter dann in die Firmung m\u00fcndet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Firmung<\/strong><\/p>\n<p>Die Firmung steht in engem Zusammenhang mit der Taufe. Was bei der Taufe meist die Eltern und Paten des Kindes entschieden haben, bekr\u00e4ftigt nun der\/ die Jugendliche, aber immer h\u00e4ufiger auch Erwachsene eigenverantwortlich mit seinem\/ ihrem \u201eJa\u201c zu einem christlichen Lebensweg und wird durch die Firmung zum vollen Mitglied der Kirche.<\/p>\n<p>Die Firmung wird in der Regel vom Bischof oder Weihbischof gespendet. Dabei legt er dem\/ der Jugendlichen die Hand auf und sagt: \u201eSei besiegelt mit dem Heiligen Geist\u201c. Dem Firmling wird somit zugesagt, dass der Heilige Geist ihn st\u00e4rkt, dass er ihm hilft, Anfechtungen und Bedrohungen standzuhalten und er als sein treuer Beistand von Gott geschickt, uns hilft, unseren Glauben vor anderen zu bezeugen. Als Zeichen daf\u00fcr bekommt der Firmling wie bei der Taufe anschlie\u00dfend mit dem Salb\u00f6l Chrisam ein Kreuzzeichen auf die Stirn. Ein selbst ausgew\u00e4hlter Firmpate hat bei und nach der Firmung eine \u00e4hnliche Aufgabe wie der Taufpate: er unterst\u00fctzt den Firmling mit Rat und Tat auf seinem Glaubensweg.<\/p>\n<p><strong>Ehe<\/strong><\/p>\n<p>Das Ehe-Sakrament wird von den Eheleuten selbst gegenseitig gespendet. Mann und Frau sollen diese unbedingte Liebe, die Jesus Christus zu uns hat, nachempfinden und dem Ehegatten schenken. Dieser Ehebund h\u00e4lt ein Leben lang und kann vor Gott nicht mehr getrennt werden. Deshalb kann man nur einmal kirchlich heiraten. Als Zeichen f\u00fcr dieses gegenseitige Versprechen, sich treu zu sein in guten und in schlechten Tagen, bis das der Tod sie scheidet, stecken sich die Eheleute bei der Hochzeit gegenseitig einen Ehering an, der sie immer an diesen ewigen Bund erinnert. Der Priester oder Diakon besiegelt dasVersprechen und segnet diese neue Lebensgemeinschaft, die offen sein soll f\u00fcr die Kinder, die Gott dem Ehepaar schenken wird.<\/p>\n<p align=\"right\">\n<p><strong>Priesterweihe<\/strong><\/p>\n<p>Das Sakrament der Weihe steht denen zu, die sich von Gott berufen f\u00fchlen und von den Verantwortlichen best\u00e4tigt werden, eine bestimmte Aufgabe in der katholischen Kirche zu \u00fcbernehmen: Sich als Diakon, Priester oder Bischof ganz in den Dienst Gottes und der Gemeinschaft der Gl\u00e4ubigen zu stellen. W\u00e4hrend der Priester und dementsprechend auch&nbsp; der Bischof z\u00f6libat\u00e4r leben muss (d.h. nicht heiraten k\u00f6nnen), d\u00fcrfen Diakone eine Ehefrau und Familie haben. Sie m\u00fcssen allerdings zum Zeitpunkt ihrer Weihe schon verheiratet sein.<\/p>\n<p>Die Weihe selbst wird von einem Bischof bzw. Weihbischof gespendet; daf\u00fcr legen sich die k\u00fcnftigen Diakone oder Priester flach auf den Boden, um ihre v\u00f6llige Bereitschaft, Gott zu dienen, zum Ausdruck zu bringen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Krankensalbung<\/strong><\/p>\n<p>Leider nehmen&nbsp; nur&nbsp; wenige Menschen das Angebot der Krankensalbung in Anspruch. Dieses Sakrament wird heute nicht mehr ausschlie\u00dflich verstanden als \u201eLetzte \u00d6lung\u201c, die der Priester Sterbenden kurz vor dem Tod spendet. Krankensalbung kann man empfangen, auch wenn man nicht todkrank ist, also bei jeder schlimmeren Krankheit und k\u00f6rperlichen Beschwerden. Man holt sich praktisch durch das Sakrament der Krankensalbung neue Kraft von Gott, die schwere Krankheit mit Hilfe des Heiligen Geistes besser zu ertragen oder sie sogar zu besiegen und wieder gesund zu werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>(Birgit Brunnquell)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Katholischen Kirche gibt es 7 Sakramente: Die Taufe, Beichte, &nbsp;Eucharistie,&nbsp; Firmung, Ehe, (Priester)weihe und die Krankensalbung.&nbsp;Sakramente sind \u201eGeschenke&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":453,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25],"tags":[],"class_list":{"0":"post-141","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-facts"},"post_mailing_queue_ids":[],"menu_order":0,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.erneuerung.de\/jugend\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/141","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.erneuerung.de\/jugend\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.erneuerung.de\/jugend\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.erneuerung.de\/jugend\/wp-json\/wp\/v2\/users\/453"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.erneuerung.de\/jugend\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=141"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.erneuerung.de\/jugend\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/141\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2200,"href":"https:\/\/www.erneuerung.de\/jugend\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/141\/revisions\/2200"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.erneuerung.de\/jugend\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=141"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.erneuerung.de\/jugend\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=141"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.erneuerung.de\/jugend\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=141"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}