Charismen - Hörendes Gebet

Ein Zeugnis von Katja S., vorgetragen beim Glaubenskurs vom 16.-18. November 2018 in Bad Salzschlirf

Bist Du es Herr?

So haben wir uns wohl alle gefragt, als wir Mitte November zum Lobpreiswochenende ins Bonifatiushaus Bad Salzschlirf zum Thema „Charismen“ zusammengerufen wurden.
Im Rahmen des Seminars mit Marie Luise Winter war das „hörende Gebet“ für die meisten von uns eine neue Erfahrung. In kleinen Gruppen spitzten wir angespannt die Ohren, den Lobpreis auf den Lippen und die Fragen im Herzen:
• Bin ich würdig, dass der Herr über Himmel und Erde zu mir spricht?
• Bin ich nicht weitaus geübter ihm die Worte meines Wunschdenkens in Charismenden Mund zu legen, weil ich doch ganz genau weiß, was wir Menschen zu unserem Glück benötigen?
• Bin ich ausgestattet mit der Gabe sein Wort verstehen und verantwortungsbewusst weitergeben zu können?
• Ist es SEIN Wort oder handelt es sich um rein menschliche Wahrnehmung die mich durch mein Gegenüber erreicht?

In sehnsuchtsvoller Erwartung wagten wir ihn dennoch…..den ersten Schritt in das Abenteuer des „hörenden Gebets“, um auf das Wort Gottes zu lauschen.

Gemeinsam riefen wir den Heiligen Geist auf uns herab und justierten die Ohren auf göttlichen Empfang bevor sich jeder Einzelne mutig in das Zentrum der kleinen Menschengruppe begab.
Und so durfte ich es hören, das erste Wort Gottes an mich, zugesprochen von einer mir völlig unbekannten Person. „Königskind“. Unmittelbar danach das Bild einer „grünen Wiese“, das mir gelten sollte. Das nächste Bild „Maria mit dem Jesuskind in strahlendem Glanz“ und zu guter Letzt die körperliche Empfindung „kribbelnder Hände“ die eine fremde Dame für mich „empfing“.

Und ich spürte in einer unbeschreiblichen Intensität, diese Botschaften galten mir, überbracht von hellhörigen Weggefährten, die nicht ahnen konnten, was mir der Herr durch sie sagen ließ….
denn….als „Königskind“ habe ich mich in Welt & Gesellschaft noch nie gefühlt und die „grüne Wiese“ ist stets Zufluchtsort bei meinen täglichen Streifzügen durch die Natur. Mit meinem Hund
an der Seite finde ich hier den Freiraum, um meine Gefühlswelt offen zu legen und die damit verbundenen Emotionen lautstark zu meinem himmlischen Vater „hinauf zu posaunen“. Bringe im freien Gebet Dank , Bitte, Lob und Klage vor Gott.
Meine erste Lebensübergabe machte ich vor 32 Jahren bei „Maria & Jesus“ in Medjugorje,
ein wenig unerfahren, aber aus tiefem Herzen….und das „Kribbeln in den Händen“ stellte sich ein, als ich nach einigen OP´s die Finger meiner rechten gelähmten Hand betrachten und erleben durfte, dass sich mir mit einer zweiten offenen Hand neue Wege eröffnen.
Ich selbst erhielt das in Stein gemeißelte Wort „Vertrauen“ und mir wurde bewusst, wie sehr es mir in den letzten Monaten daran mangelte, seit familiäre Stürme toben und ich in den Wogen der Angst den Blick auf Jesus verlor…doch in der Gemeinschaft der Gotteskinder habe ich erfahren, dass der Herr auch unvollkommene Menschen mit seinen reichen Gaben beschenkt und ein offenes Ohr & ein weites Herz ausreicht, um als Werkzeug in seinem Dienst zu stehen.

Die herzlichen Begegnungen, tiefen Gespräche, das gemeinsames Lachen & Weinen dieser segensreichen Tage haben mich mit tiefer Freude erfüllt. Ich bin sicher, dass ER es war, der uns nach Bad Salzschlirf rief, um uns mit der „Tabor-Erfahrung“ zu beschenken. Wir konnten keine Hütten bauen und haben leider zum letztenmal die Gastfreundschaft der Ordensschwestern genossen.
Doch ganz gleich, wo wir zusammenfinden, es ist die Gemeinschaft der Gotteskinder die uns bestärkt, die Liebe Gottes in Wort & Werk zu leben…..auf dem beschwerlichen Weg, auf dem uns Jesus vorausgegangen ist.

Katja S.

 
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