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Alan Schreck, Christ und Katholik

Christ und Katholik ist ein sehr gut lesbares Buch, das die oft missverstandenen katholischen Glaubensaussagen grundlegend und verständlich darlegt. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Karl Fischer
7,00 €
Beschreibung
Aus dem Amerikanischen übersetzt von Karl Fischer
Vorwort und Anhang ("Hinweise zum ökumenischen Miteinander)" von Dr. Norbert Baumert SJ

Jemand möchte, dass Sie eine Aussage des katholischen Glaubens erklären: Glauben Sie wirklich, dass der Papst unfehlbar ist? Wie passt der Rosenkranz und die Verehrung der Heiligen zu einem auf der Bibel gegründeten Glauben? Wie wird man gerettet?

Zahlreiche Themen werden in diesem Buch behandelt wie: Glaube, Erlösungslehre, Glaubenswahrheiten, Unfehlbarkeit des Papstes, Heiliger Geist, Taufe, Kindertaufe, Eucharistie, Sakramente, Krankensalbung, Marienverehrung, Marienerscheinungen.

Christ und Katholik ist ein sehr gut lesbares Buch, das die oft mißverstandenen katholischen Glaubensaussagen grundlegend und verständlich darlegt - die Lehrsätze und Praktiken, die oft auch in den Predigten und in der religiösen Erziehung wenig Aufmerksamkeit und Begründung erfahren, die aber Katholiken und andere Christen oft gleichermassen beschäftigen.

Ralph Martin, ein Vertreter der Katholischen Charismatischen Erneuerung in den USA schrieb: "In einer Zeit, in der Christen so gut wie möglich für das Evangelium zusammenstehen sollten, ist es nötig, dass Missverständnisse aus dem Weg geräumt werden. Alan Schreck's Buch leistet hier einen sehr wichtigen Beitrag, indem es Licht auf oft mißverstandene katholische Glaubensaussagen wirft."
 

Leseprobe

Einführung: Zum Verständnis katholischer Glaubensaussagen

Wenn wir nun untersuchen, was Katholiken glauben, dann ist es wichtig, mit einem Überblick über die Grundsätze zu beginnen, die Katholiken bei der Erkenntnis christlicher Wahrheit leiten. Wenn wir diese verstehen, werden wir besser gerüstet sein, die einzelnen Glaubensaussagen einzusehen, die in diesem Buch behandelt wer­den. Diese Grundsätze und die Glaubenswahrheiten selbst erschei­nen von Zeit zu Zeit als komplex und geistig fordernd. C.S. Lewis, einer meiner geschätztesten christlichen Autoren, hat einmal folgen­des gesagt: „Es ist nicht gut, nach einer einfachen Religion zu verlangen. Übrigens sind alle realen Dinge nicht einfach. Sie sehen zwar einfach aus, aber sie sind es nicht.“ So schreibt er, dass etwa ein Holztisch als etwas sehr einfaches erscheint, aber wenn man den Wissenschaftler nach seinem Aufbau fragt, würde man es mit einer Serie von „geheimnisvollen und komplizierten Zusammenhängen“ zu tun bekommen.1

In ähnlicher Weise ist das Christentum einschließlich des katholi­schen Christentums nicht „einfach“. Gott hat es so eingerichtet, dass ein Kind oder der einfachste Mensch es verstehen und seine Grundwahrheiten annehmen kann; doch ein Genie könnte sein Leben lang damit beschäftigt sein, um alle Aspekte einer einzigen christlichen Wahrheit zu erfassen. Ein mir bekannter Prediger sagt, dass die Wahrheiten des Christentums so geartet sind, dass „eine Maus darin waten, aber ebenso ein Elefant darin schwimmen könne“.

Ich habe versucht, diese Darstellung katholisch-christlicher Glau­bensaussagen so einfach wie möglich darzustellen und dennoch einige ihrer Tiefen und Geheimnisse zu entfalten. Wir wollen nun einige der grundlegenden Prinzipien betrachten, die die katholische Kirche beim Erkennen christlicher Wahrheiten und bei der Formu­lierung dieser Wahrheiten in ihren lehrmäßigen Aussagen leiten.


Grundsatz 1: Gott offenbart die christliche Wahrheit durch den Heiligen Geist

Wo können wir christliche Wahrheit entdecken? Ist alles in der Bibel enthalten?

Katholische Christen glauben, dass die Bibel das inspirier­te Wort Gottes ist und eine ‚Norm‘, von der aus alle Glaubensaussa­gen auf ihre Wahrheit hin beurteilt werden. Keine christliche Glaubensaussage kann der Lehre der Bibel widersprechen. Der 2. Timo­theusbrief erklärt: „Jede von Gott eingegebene Schrift ist auch nütz­lich zur Belehrung, zur Widerlegung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit; so wird der Mensch Gottes zu jedem guten Werk bereit und gerüstet sein“ (2 Tim 3,16f). Diese Lehre gilt für die ganze Heilige Schrift, das ‚Alte Testament‘ ‚ das auch schon das Buch des Volkes Israel ist, und das ‚Neue Testament‘. „Jede von Gott eingegebene Schrift ...“ heißt das, dass allein die Hl. Schrift des Neuen und des Alten Testamentes inspiriert sind? Katholische Christen erkennen diese Lehre nicht in der Bibel.

Obwohl Katholiken glauben, dass die Bibel die erste und unüber­treffliche Quelle der Offenbarung Gottes ist, sehen sie, dass Gott auch andere Weisen hat, seine Wahrheit zu offenbaren und sein Volk zu leiten. Das Neue Testament berichtet beispielsweise selbst davon, dass der Heilige Geist Gottes Wahrheit durch die Gabe der Prophetie (Apg 11,27-30; 21,10-12; 1 Kor 14,1-4,31), wie auch durch Zusam­menkünfte (Konzilien) der Leiter der Kirche (Apg 15,28) oder sogar durch direkte Offenbarungen an einzelne, wie z.B. Petrus (Apg 10,9-17) und Paulus (Apg 9; 18,9; 20,22f; 27,23f) offenbart. Sicherlich mussten diese Wirkweisen des Heiligen Geistes ‚geprüft‘ werden - eine wichtige Verantwortung für die Leiter der Kirche. Selbst die Schriften, die heute das Neue Testament ausmachen, wurden durch Kirchenleute geprüft und bestätigt, bevor sie als inspiriertes Wort Gottes anerkannt wurden. Katholiken glauben, dass die Offenbarung Gottes in der Bibel eine wichtige Weise ist, durch die Gott selbst sich offenbart und sein Volk leitet. Der Heilige Geist aber wurde durch Jesus gesandt, um ein bleibender Leiter der Kirche zu sein. Der Geist erweitert und vertieft in der Kirche das Verständnis von Gottes Wahrheit und Willen im Verlauf der Geschichte. Die Bibel ist das primäre Werk der Offenbarung Gottes für die Menschen, aber nicht das einzige. Das 2. Vatikanische Konzil lehrt, dass Katholiken aber nicht von zwei Quellen der Offenbarung sprechen, der Bibel und der Tradition, sondern dass es in Wirklichkeit nur ein einziges Wort Gottes gebe, das offenbart und überliefert wurde in schriftlicher Form (Bibel) und in anderen Formen, wie Predigt, Geistesgaben, Liturgie und anderen nichtschriftlichen Formen, die vom Heiligen Geist inspiriert wurden. Mit anderen Worten: Katholiken glauben, dass die Bibel das Buch des Christentums ist, aber nicht, dass das Christentum eine „Religion des Buches“ ist, wie etwa das Judentum. Christentum ist nicht die Religion eines geschriebenen Wortes allein, sondern eine Religion des Heiligen Geistes.

(Später werden wir genauer untersuchen, wie der Heilige Geist im Volk Gottes gegen­wärtig ist und wie er Gottes Wahrheit offenbart.)

Grundsatz II: Das Inkarnationsprinzip

 Katholiken glauben, dass die Inkarnation (d.h. dass Gott in Jesus Christus Mensch wurde, Fleisch angenommen hat), eine wichtige Wahrheit offenbart, in welcher Weise Gott mit der Menschheit in Beziehung treten will. Gott hätte sich darauf beschränken können, sich den Menschen durch Visionen, Auditionen oder Engelsboten zu zeigen. Stattdessen entschloss er sich, sich selbst zu „entäußern“ (Phil 2,7), sich zu uns herabzulassen, um wahrer Mensch zu werden - ein Mensch, den andere Menschen sehen, hören und berühren konnten.

Jesus selbst gebrauchte gewöhnliche und natürliche Dinge, Gesten und Menschen, um Gottes Gegenwart und Liebe zu offenbaren. Er gebrauchte Wasser, Brot, Wein, Fisch, Berührung und sogar Erde und Speichel, um die Liebe und Kraft des Vaters zu vermitteln, der durch ihn wirkte. Er gab seinen Aposteln, ganz gewöhnlichen Menschen, dieselbe Kraft und Autorität, um zu heilen, Dämonen auszutreiben und dieselben Zeichen zu gebrauchen, die er gebraucht hatte (Wasser, Brot, Wein, Berührungen etc.), um die Gegenwart und Kraft Gottes sichtbar zu machen.

Warum? Warum nahm Gott selbst Menschennatur an? Warum erwählte Jesus Menschen aus Fleisch und Blut und gebrauchte gewöhnliche Dinge und Gesten, um Gottes Kraft zu vermitteln? Weil Gott weiß, wie wir als menschliche Wesen beschaffen sind, weil er weiß, was wir brauchen. Gott schuf den Menschen als ein irdisches und physisches Wesen, das die Wirklichkeit durch den Leib mit seinen fünf Sinnen erfährt und nicht nur durch seinen Geist. Der Mensch ist ein leiblich-geistiges Wesen, und Gott kam herab auf unsere Ebene. Er weiß, dass wir es brauchen, dass er zu uns durch Physisches, Sichtbares und Berührbares in Beziehung steht. Gott fordert uns auch auf, Glauben und Hoffnung auf Nicht-Sichtbares, Ewiges (2 Kor 4,18) zu haben, aber er schenkt uns ebenso alles, was wir sehen, fühlen, hören und berühren können, um seine Gegenwart und Liebe offenbar zu machen. Er gibt sich selbst, um sein Leben ganz mit uns zu teilen.

Was sind praktische Folgerungen dieses Grundsatzes? Katholiken glauben, dass seit der Menschwerdung Jesu Gott sich zum Menschen in einer dem Menschen entsprechenden Weise verhält: Er offenbart seine Liebe und teilt sein Leben mit, indem er physische Gegenstände gebraucht, menschliche Gesten, Männer und Frauen, die er ausge­wählt hat, gemäß dem Auftrag Jesu Christi seine repräsentativen Vertreter zu sein. Gott wollte auch wirksame, sichtbare Zeichen der Gegenwart und Kraft Gottes geben - Katholiken nennen dies ‚Sakra­mente‘. Physische Dinge wie Wasser, Öl, Salz, Brot und Wein können Gottes Gegenwart, Kraft und Segen sichtbar machen. So glauben wir auch, dass Gott Bilder, Statuen, Medaillen und andere Gegenstände gebrauchen kann, um uns an ihn zu erinnern, und dass er durch heilige Männer und Frauen wirkt, die uns als Vorbilder gegeben sind. Katholiken glauben auch, dass Gott bestimmte Men­schen berufen hat, als Nachfolger der ersten Apostel Jesu Dienst fortzuführen. All dies hat zu tun mit dem Inkarnationsprinzip. Dieser Grundsatz besagt, dass die Kirche - wie Jesus selbst - nicht eine rein geistliche Wirklichkeit ist, sondern auch eine menschliche und irdische. Eigentlich gibt es nichts Menschliches und Irdisches, das Gott nicht benutzen kann und benutzt, um sich selbst zu offenbaren und seine Liebe zu uns mitzuteilen. (Der Heilige Franz von Assisi, Patron der Universität, an der ich lehre, ist einer der großen Gottesmänner, der diese Wahrheit als Schatz erkannte und in seinem Leben und Wirken zum Ausdruck brachte.)

Katholiken wollen anerkennen, dass Gott die materielle, physische und menschliche Dimension des Lebens gebraucht, um unsere Aufmerksamkeit und unsere Liebe auf ihn und sein Wirken zu len­ken. Seit dem „das Wort Fleisch geworden ist“ (Joh 1,14) in Jesus Christus, musste sich die gesamte menschliche Betrachtungsweise der Welt und der Dinge in ihr verändern. 

Grundsatz III: Die Hierarchie der Wahrheiten

Katholiken glauben, dass die Fülle der Wahrheit den Christen durch die Bibel und durch die beständige Führung des Heiligen Geistes offenbart wird. Es gibt eine Palette von Wahrheiten, die Katholiken als von Gott geoffenbart halten. Manche dieser Wahrheiten werden von fast allen Christen akzeptiert, wie etwa die Gottheit Jesu, die Dreieinigkeit, Jesu Absicht, eine Kirche zu sammeln und viele ande­re. Andere Wahrheiten werden von Katholiken akzeptiert, aber nicht von andern Christen, wie etwa die Bedeutung Mariens im Heilsplan Gottes, die fürbittende Rolle der Heiligen, die Existenz des Fegfeuers und andere. Katholiken glauben, dass sowohl die einen, wie die anderen zur Fülle der christlichen Wahrheit gehören. Deswegen unterscheiden sie nicht zwischen ‚christlichen Wahrheiten‘ und ‚katholischen Wahrheiten‘, als wären katholische Glaubensanschau­ungen eine Hinzufügung zum grundlegend Christlichen. Sie verste­hen die offizielle Lehre ihrer Kirche als getreue Darstellung der Fülle der göttlichen Wahrheit, die Gott durch die Bibel und das andauern­de Wirken des Heiligen Geistes offenbart hat.

Nun muss hier allerdings eine wichtige Erklärung abgegeben werden, um die katholische Lehre richtig zu verstehen. Es ist nicht gemeint, dass jede geoffenbarte Wahrheit gleich zentral zur Grundbotschaft des Evangeliums steht oder gleich wichtig ist im Hinblick auf das Heil. Das ist gemeint, wenn von einer ‚Hierarchie‘ der Wahrheiten gesprochen wird. Sprechen Katholiken und andere Christen über be­stimmte Glaubensaussagen miteinander - so sagt das 2. Vatikanische Konzil im Ökumenismusdekret Nr. 11: „Man soll nicht vergessen, dass es eine Rangordnung oder Hierarchie der Wahrheiten innerhalb der katholischen Lehre gibt, je nach der verschiedenen Art des Zusammenhangs mit dem Fundament des christlichen Glaubens.“ Prak­tisch heißt dies, dass die Glaubensaussagen, die für Katholiken am wichtigsten sind, Wahrheiten sind, wie die Gottheit Jesu, die Not­wendigkeit seines Kreuzestodes für unsere Erlösung, die Realität und Kraft des Heiligen Geistes und andere.3 Hier finden Katholiken ein gemeinsames Fundament für die Verständigung und Zusammen­arbeit mit anderen Christen, denn normalerweise stimmen Katholi­ken und die meisten anderen Christen in diesen zentralsten und grundlegendsten Aussagen des Christentums überein. Katholiken glauben, dass es auch andere christliche Wahrheiten gibt, wie Aussa­gen über Maria, die Heiligen, das Fegfeuer usw., die tatsächlich wahr sind, aber nicht zu den zentralen Punkten des Evangeliums gehören. Es ist sowohl für Katholiken, wie für andere Christen wichtig, diese Unterscheidung zu sehen. Manchmal machen sich Katholiken schul­dig, Maria, die Heiligen, das Fegfeuer und ähnliche Anschauungen zu sehen und darzustellen, als wären sie die wichtigsten christlichen Wahrheiten. Das bringt oft unnötige Hindernisse für die Einheit mit anderen Christen und kann auch eine Verdrehung echten Christen­tums darstellen. Auf der anderen Seite sind nichtkatholische Chri­sten oft übermäßig auf diese Glaubensanschauungen fixiert (oft werden diese dabei ganz einseitig zurückgewiesen, selbst wenn sich dazu Hinweise in der Bibel finden), um damit Katholiken als Nichtchristen hinzustellen oder sie der Verdrehung des Evangeliums zu beschuldigen. Diese Extreme sollten vermieden und korrigiert wer­den, wo sie vorhanden sind.

Katholische Christen wollen dem vollen Evangelium und der Füh­rung des Heiligen Geistes treu sein. Wenn die Bibel und die Erfah­rung von Christen im Laufe der Jahrhunderte Zeugnis geben von bestimmten Wahrheiten über Maria, den Heiligen, das zukünftige Leben, Weisen des Gebetes und der Liturgie etc., dann wollen Katholiken diese Wahrheiten anerkennen und ergreifen, auch wenn sie in der Hierarchie der Wahrheiten weniger zentral sind. Sie werden nicht als unwesentlich abgelehnt, sondern man versucht, diese in einer angemessenen Gewichtung zu halten, also sie nicht zu übertrei­ben oder sie übermäßig zu betonen. Katholiken geben zu, dass sie in der Praxis nicht immer die nötige Balance gehalten haben. Sie haben auch nicht immer die Fülle der christlichen ‘Wahrheit gelebt, die die Kirche bewahren möchte und in ihrer offiziellen Lehre verkündet. Darum bekennen Katholiken ihr Bedürfnis und ihren Wunsch nach beständiger Buße und Erneuerung. Sie glauben, dass Gott die Kirche mit einem reichen Angebot von Wahrheiten beschenkt hat, welche alle einen Platz in Gottes Plan und im christlichen Leben haben. Des­wegen möchten sie diesen Reichtum und die Fülle dieser Wahrheit nicht schmälern, indem sie irgendeine Wahrheit - auch wenn sie we­niger zentral und grundlegend ist - zurückweisen oder vernachläs­sigen. Katholiken suchen die Weisheit und Hilfe des Hl. Geistes, um alle Wahrheiten des Christentums zu erhellen und sie in der rechten Perspektive und Gewichtung zu halten, sowohl in der Glaubensleh­re als auch in der Praxis.

Ein führender katholischer Ökumeniker, Kilian McDonnell OSB, schrieb in einem Artikel bezüglich Maria und der Einheit unter den Christen: „Obwohl der Begriff des ‚vollen Evangeliums‘ (ein Begriff, den eine überkonfessionelle, von der klassischen Pfingstbe­wegung herkommende Organisation verwendet, die ‚Ge­schäftsleute des vollen Evangeliums‘ - Anmerkung des Übersetzers) für katholische Ohren fremd klingt, bringt er doch ein Prinzip zum Ausdruck, das Katholiken sehr vertraut ist: Die Verkündigung des vollen Heilsplanes. Wenn Katho­liken Aspekte des vollen Evangeliums vernachlässigen, neh­men sie das korrigierende Zeugnis der klassischen Pfingstler und anderer dankbar an. Tatsächlich stehen die historischen Kirchen, Katholiken und Protestanten, in der Schuld der klassischen Pfingstkirchen wegen deren Zeugnis über die Rolle des Heiligen Geistes und seiner Gaben. Auf der anderen Seite sollten weder römisch-katholische Gläubige noch klas­sischer Pfingstler noch andere das Prinzip des vollen Evange­liums verletzen, indem sie die Abschnitte des Neuen Testa­mentes, welche z.B. Maria erwähnen, vernachlässigen. Es sollten keine Schweigezonen errichtet werden mit der unaus­gesprochenen Annahme, dass Abschnitte, die Maria oder andere christliche Wahrheiten erwähnen, ausgelassen werden sollten, wenn das volle Evangelium verkündet wird.“4

Katholische Christen wollen das ‚volle Evangelium‘ glauben, ver­künden und leben, auch wenn es eine Herausforderung darstellt, alle Wahrheiten, die Gott offenbart hat, in der angemessenen Ordnung, Perspektive oder ‚Hierarchie‘ zu halten. Der einzelne sollte nicht denken, dass er sich einfach einzelne Punkte aus den christlichen Wahrheiten ‚herauspicken‘ könnte, indem er nur das glaubt, was er persönlich für akzeptabel hält. Die Wahrheiten, die die Katholische Kirche lehrt, wurden erwogen, unterschieden, erprobt und nicht zu­letzt über Jahrhunderte weitergegeben. Dieser Unterscheidungspro­zess beinhaltete sorgfältiges Nachdenken über die Bibel und die Führung des Heiligen Geistes, der durch die Kirche und ihre Leiter wirkt. Diese Wahrheiten wurden nicht leichtfertig festgestellt oder über Nacht ausgedacht! Ein Pfarrer verglich einmal die Fülle der christlichen Wahrheit mit einem Weihnachtsgeschenk, das beim Empfänger nicht in einer Paketsendung ankam (vgl. Joh 16,12-14: Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen ...); dies machte es erforderlich, alle Teile des Geschenkes im Laufe der Zeit zusammenzusetzen. Bei der Zusammensetzung eines solchen Geschenkes werde

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