Mit Mystikern näher zu Gott

(Text von Geneviève Hesse)

Unter dem Titel „Sehnsuchtsort – Komm und sieh“ stand ein Wochenende der Charismatischen Erneuerung. Vorträge und Gebete regten dazu an, einen eigenen mystischen Weg zu gehen.

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„Leg deine rechte Hand auf dein Herz – spürst du was?“, fragt Referent Stefan Attard die Anwesenden an diesem Samstagabend in der vollen Kapelle des Krankenhauses St. Gertrauden. Jeder Herzschlag sei ein „Verlangen von Gott nach dir.“ Er sei nicht weit weg. Er wohne in uns und möchte der Liebhaber unserer Seele sein, fährt er fort. Kontemplation sei nicht nur für die Meister, alle könnten Gott näher kommen, seine Flüsse durch sich strömen lassen – wenn sie nur ihrer Sehnsucht nach Gott Raum lassen, ihre Sinne dafür wecken. Rund einhundert Menschen sind der Einladung der Bewegung „Charismatische Erneuerung in der katholischen Kirche“ am letzten Oktober-Wochenende gefolgt.

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Regiotreffen der CE in der katholischen Kirche im August in Wolfenbüttel

Regiotreffen der CE in der katholischen Kirche im August in Wolfenbüttel

Das kurzfristig geplante Treffen fand noch vor der Urlaubszeit im August statt. Wie auch bei den übrigen Treffen, gab es regen Austausch bei leckeren selbstgebackenen Kuchen, Tee oder Kaffee. Die von fleißigen Händen zubereitenden Leckereien sorgten für das leibliche Wohl. Durch das Mitbringbuffet werden wir immer wieder positiv überrascht, welche Backkünste in den Teilnehmern schlummern.

Die Kinder konnten sich draußen bei schönem Wetter aufhalten. Direkt angrenzend konnten sich Sportbegeisterte auf dem Spielplatz austoben.  Es war schön viele bekannte Gesichter zu sehen. Ein angenehmer und respektvoller Umgang zwischen den Altersgruppen war zu spüren.

Nach dem Ankommen gab es Gelegenheit zum Austausch. Anschließend begaben sich alle in die angrenzende St. Petrus Kirche, dort hielt Andreas einen Impuls. Ein eigens zusammengestelltes Lobpreisteam mit Marcus und Michael stellten bedacht ausgesuchte Lieder zusammen. Sogleich wurde mit eingestimmt oder es gab die Möglichkeit, den Worten aus dem Impuls nachzugehen. Helfende Hände von Heike und Wolfgang u.a. sorgten dafür, dass die Texte an der Wand projiziert wurden.

Gebetsanliegen, Fürbitten und persönliche Segnung wurden gerne angenommen.

Viele zufriedene Besucher gingen nach der Veranstaltung berührt nach Hause, nicht ohne sich vorher über das nächste Treffen zu informieren.

Und schon steht das nächste Treffen an                       am Samstag, 18.11.2017

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Lobpreis-Gottesdienst

 

Eucharistiefeier mit Einzel-Seelsorge durch Gebetsteams

Datum ZeitOrt
13.11.2017 20:oo Uhr St. Michael Kirche Neuhof
11.12.2017 20:oo Uhr St. Michael Kirche Neuhof

 

 

 

Die Freude am Glauben weitergeben

 

In Pfarrer Leo Tanner brennt ein Feuer. Er hat die Erfahrung gemacht, dass Jesus ihm tiefen Frieden und Freude schenkt und dass Gottes Hand ihn durchs Leben trägt. Seit 30 Jahren ist er mehr als ein Gemeindepfarrer in der Schweiz. Er gibt zusätzlich in Glaubenskursen diese Liebe Gottes weiter. Die Charismatische Erneuerung in der Erzdiözese Freiburg verbrachte mit rund 80 Teilnehmern ein belebendes und motivierendes Wochenende mit ihm als Referent.

Offen für Neues sind Menschen in der Regel in Umbruchsituationen, erklärte Leo Tanner. Das könne die Heirat oder die Geburt eine Kindes sein, aber auch ein Unfall, Krankheit, Trennung und ein Todesfall in der Familie. Suchend seien viele Menschen, vor allem aber die, die einsam und unverstanden sind, die übergangen werden oder die überfordert sind. Sie suchen nach Liebe, danach, sich wertvoll zu fühlen. Ihnen einen Weg zu zeigen, Jesus und seiner bedingungslosen Liebe zu begegnen, sei ein lohnender und von Gott gewollter Dienst. Voraussetzung dafür ist das Feuer des Heiligen Geistes im eigenen Herzen.

IMAG1216In seinem ersten apostolischen Schreiben über die Verkündigung schreibt Papst Franziskus 2013: „Wie wünschte ich die richtigen Worte zu finden, um zu einer Etappe der Evangelisierung zu ermutigen, die mehr Eifer, Freude, Großzügigkeit, Kühnheit aufweist, die ganz von Liebe erfüllt ist und von einem Leben, das ansteckend wirkt! Aber ich weiß, dass keine Motivation ausreichen wird, wenn in den Herzen nicht das Feuer des Heiligen Geistes brennt… Die Welt von heute … möge die Frohe Botschaft nicht aus dem Munde trauriger und mutlos gemachter Verkünder hören, die keine Geduld haben und ängstlich sind, sondern von Dienern des Evangeliums, deren Leben voller Glut erstrahlt, die als erste die Freude Christi in sich aufgenommen haben.”

 

 

Die charismatischen Christen der Erzdiözese Freiburg zu ermutigen, ihr Feuer weiterzugeben – das war das Ziel des Seminars im September 2017. An vielen Orten haben sie bereits Zeugnis gegeben von ihrer eigenen Begegnung und der bleibenden Beziehung zu ihrem Herrn. Jetzt wurden sie ausgerüstet mit neuen Ideen und Materialien. Pfarrer Leo Tanner hat eine ganze Reihe von Glaubenskursen entwickelt und passende Materialien und Medien bereitgestellt. Sie sind zugeschnitten auf Kinder, auf Jugendliche oder Erwachsene. Viele seiner Vorträge sind jederzeit frei im Internet verfügbar.

leotanner.ch

weg-verlag.ch

„Sie können vielen Menschen dienen”, so ermutigte Leo Tanner. Es sei ein Vorrecht, im Weinberg des Herrn zu arbeiten. Das könne zwar anstrengend sein, aber es sei ein Geschenk. Wichtig sei zu verstehen, dass eine Frucht langsam reife und viel Sonne und Wärme brauche. Diese Wärme gebe man durch die Liebe zu einem Menschen, dem man das Evangelium verkünde. Ihm zuzuhören, ihn ernst zu nehmen, seine Not zu erkennen und Verständnis zeigen seien wichtig. Seine Verletzungen und Prägungen dürfe man vor Gott bringen und um Heilung bitten.

Bei der Evangelisierung gehe es nicht darum, religiöser zu werden, erklärte Leo Tanner. Es gehe darum, Vertrauen in einen lebendigen Jesus Christus zu fassen, der jedem Mensch eine Beziehung im Alltag anbietet. Aus der Entscheidung heraus, mit diesem Jesus durchs Leben gehen zu wollen und der Berührung mit seiner Liebe könne sich eine tiefe Beziehung entwickeln, die auch äußerlich eine Heimat in der Gemeinschaft von Christen sucht. Christus innerhalb der Kirche zu lieben und zu dienen sei häufig ein langer Prozess, der meist mit einer Teilidentifikation mit der Kirche anfängt, weiß Leo Tanner.

„Wir haben einen unglaubliche Gott! Deshalb: Gehen wir gern in diesen Weinberg. Amen!”

Pfarrer Leo Tanners Schlusswort der Predigt im gemeinsamen Gottesdienst

 

 
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