Wunderbare Tage zum Jahresschluss

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27. bis 31.12.2017

Für die meisten Teilnehmer am Weihnachtsseminar in Untermarchtal waren die vier Tage ein großartiger Abschluss und Höhepunkt des Jahres 2017: Das Bildungshaus dicke voll mit 200 Teilnehmern (davon 30 Kinder und 25 Jugendliche) und ein reichhaltiges Programm, das sich sehen lassen konnte. Das Thema war aus Apg.1 genommen: „Und sie verharrten einmütig im Gebet – mit Maria und den Jüngern im Obergemach“. Wir wollten bewusst einmal auch Maria in den Blick nehmen und ihre Rolle innerhalb der betenden Gemeinde im Pfingstsaal. Dazu gab uns der Hauptreferent Pastor Peter Meyer (Diözese Münster) drei großartige Impulse.

Zunächst also Maria. Durch ihre Sündenlosigkeit lebt sie in ungebrochenem Vertrauen zu Gott, in seiner ständigen Gegenwart. So vermag sie auch Menschen in die Reinheit vor Gott zu führen. Ihr Beten ist nie sorgenzentriert, sondern prophetisch, d.h. sie spricht von Gott. Sie spürt jeweils, was in der Luft liegt. So ist sie der neutestamentliche Ausdruck von Weisheit (Hagia Sophia). Sie hat den Heiligen Geist ja schon empfangen, und so finden auch die Jünger zum Heiligen Geist. Dadurch ist sie ihre Lehrmeisterin geworden.

Die Jünger haben viel Not mit dem Beten: „Herr, lehre uns beten“. In lebensbedrohlicher Situation schreien sie vor Angst bei der nächtlichen Fahrt auf dem See. Auch nach Ostern sind sie noch gefährdet und in Unsicherheit, wie es weitergehen soll. Aber nachdem sie den Geist empfangen haben, ändert sich ihr Gebetsverhalten: Ihr Blick geht weg von der aktuellen Not und richtet sich eher auf Gott, auf seine Größe und Macht (Apg.4). Es ist jetzt Jesus-zentriert, es wird ein sich Ausstrecken nach Gott. Die quälende Fragennach dem „Warum“ hat keinen Platz mehr.

BandInsgesamt lässt sich sagen: Das Miteinander der Jünger mit Maria im Abendmahlsaal ist sozusagen der Kokon, in dem die Jünger als neue Gemeinde heranreiften.

Das Thema „Gebet“ konnte während der Tage aber auch durch mehrere begleitende Angebote vertieft werden. Da waren z.B. die abendlichen Möglichkeiten wie etwa das Hörende Gebet oder eine Einführung in den Theophostischen Gebetsdienst (TPM), und dann eine intensive Beichtvorbereitung durch den Referenten selber. Tags darauf war dann der Beichttag, bei dem sieben Priester den ganzen Nachmittag sehr vielen das Sakrament der Versöhnung spendeten, und teils auch noch am nächsten Tag...
Am letzten Tag wurden verschiedene Workshops angeboten, bei denen unterschiedliche Gebetsformen vorgestellt wurden, z.B. Hilfen für das persönliche freie Gebet, der Stellenwert des Lobpreises, eine Hinführung zum Rosenkranzgebet und auch die Betrachtung und das Gehen des Kreuzwegs. Überhaupt begleitete Gebet die ganzen Tage wie eine Wolke: Ein Gebetsdienst in der Kapelle während der Vorträge, Gebetsdienst für Einzelne in Seelsorgegesprächen, vier Eucharistiefeiern, z.T. auch mit den Kindern und den Jugendlichen – und zweimal auch nächtliche Anbetung.

BandUm die Grundentscheidung für ein Leben mit Gott aufzufrischen, konnten die Teilnehmer an einem der Abende ihre Firmung „erneuern“ und hörten dann bei der Einzelsegnung durch einen der Priester (wieder) die Worte: „…denke daran, du bist versiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“. Dass all diese Dinge eine begeisterte Aufnahme fanden und in den Herzen „ankamen“, dazu trugen auch die täglichen Gespräche in den zwölf Kleingruppen bei – sowie der tägliche Lobpreis, angeleitet durch unsere geisterfüllte Musikgruppe unter Leitung von Franz Zeugner. Diözesansprecher Martin Fischer leitete und moderierte das Programm gekonnt, wie gewohnt, oft auch mit humorvollen Zutaten. Einer der Höhepunkte war sicher auch der Segnungsabend, bei dem zusätzlich zu den vielen Einzelsegnungen wie immer in den Nischen des Saales durch die Priester auch Sakramente gespendet wurden: Beichtgespräche, Krankensalbung oder gar Erneuerung des Eheversprechens – „all in one“ sozusagen. „Fließ Gnadenstrom..“

Das waren unsere „gnadenreichen“ Weihnachtstage in Untermarchtal.

 

Rudolf Kling

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