„Next Generation Leadership“

Referent

Diözesaner Leitertag

An einem wunderschönen gefühlt frühsommerlichen Tag trafen sich Leiter und leitende Mitarbeiter der CE am 23. März im Gemeindehaus in Ehingen. Eine Abordnung der Musikgruppe Adonai führte uns gekonnt und sensibel im Lobpreis in Gottes Gegenwart. Unser Diözesansprecher Diakon Martin Fischer gab uns wichtige Impulse zum Thema. Interessant war auch der Praxisbericht von Jonathan Fischer, der darlegte, wie in der Login Jugendarbeit Mitarbeiter und Leiter geschult werden. So wurde deutlich, dass wir auch im Erwachsenenbereich in der Zurüstung von Mitarbeitern und Leitern aktiv sein müssen. Denn für die Zukunft und weitere Entwicklung der CE ist von entscheidender Bedeutung, dass Jüngere in den Startlöchern stehen, um die CE im 21. Jahrhundert zu gestalten.

Daneben hatte am Leitertag auch Austausch und Begegnung viel Raum. Zum Abschluss feierten wir mit Pfr. Dietrich Omonsky die Eucharistie und ließen uns für unseren Dienst segnen und erneut aussenden.

TeilnehmerAm Anfang seines Impulses stellte Martin Fischer die Frage: Warum braucht es überhaupt Leitung? Man hört ja durchaus in manchen Gruppen: Wir haben keinen Leiter, wir machen das gemeinsam. Darauf antwortete Martin Fischer zunächst mit einem interessanten Experiment. „Steht alle auf, macht die Augen zu und zeigt nach Norden“. Die Abweichungen waren beträchtlich… So hat der Leiter eine Art Kompassfunktion, er hilft die Ausrichtung definieren. Im Buch der Sprichwörter 29,18 heißt es: „Ohne prophetische Offenbarung verwildert das Volk“. Wenn die Vision nicht klar ist, kommt es zu Wildwuchs. Natürlich, auch in einem verwilderten Garten wachsen sinnvolle Sachen. In unseren Kreisen und Gruppen ist es ganz ähnlich.

Wir Deutschen haben eine kulturelle Aversion gegen starke Leitung, weil Führung im Dritten Reich pervertiert wurde. Macht korrumpiert ist ja ein geflügeltes Wort. Bloß: Jesus sagt von sich, „Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden“. Folglich müsste Jesus ja die korrupteste Person auf Erden sein. Die Frage ist vielmehr, wie wird Macht und Leitung ausgeübt.

MusikerJesus teilt Macht fehlbaren Menschen zu, daher lassen sich schlechte Erfahrungen leider nicht ganz vermeiden. Diese sollten jedoch kein Grund sein, das Thema ganz beiseite zu schieben. Vielmehr ist es wichtig, Leitung formell einzusetzen und für diesen Dienst zu segnen. Denn jemand leitet immer, entweder offiziell eingesetzt oder nicht. Klare Leitung ist wichtig und reduziert Konflikte.

Am Beispiel von Nehemia setzten wir uns mit der Frage auseinander: Was macht einen Leiter aus? Als erstes braucht es geistliche Qualität, es braucht Menschen, die Beter sind, nicht bloß Macher. Gleichzeitig muss ein Leiter aber proaktiv sein, also in der Lage, etwas anzugehen, nicht nur darüber zu sprechen. Da mit Spannungen zu rechnen ist, braucht es auch eine gewisse psychische Robustheit. Vor allem sollte es sich um Personen handeln, denen wichtiger ist, was Gott will, als was Menschen wollen oder über sie denken. Und Leitung nach dem Vorbild Jesu ist immer dienende Leitung. Es braucht also Menschen, die sich nicht zu schade sind, praktisch zuzupacken und Dinge in die Hand zu nehmen.

Herr, bitte rufe viele Menschen in der CE in die Mitarbeit und in Leitung. Und zeige uns, wie wir sie für ihre Aufgaben vorbereiten und stärken können!

Dagmar Ludwig

 

 

 

 

 

 

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