Mit Christus Brücken gebaut - Katholikentagsnachlese

katholikentag1Fünf Tage lang stand Regensburg ganz im Zeichen des 99. Deutschen Katholikentags. Und es kann durchaus eine positive Bilanz gezogen werden: Regensburg hat der Kirche den Rücken gestärkt und einen starken Beitrag zum Brückenschlag in der Kirche gemacht. Sowohl vom Regensburger Diözesanbischof Rudolf Voderholzer, als auch vom Münchener Kardinal Reinhard Marx und Alois Glück, dem Präsidenten des Zentralkomitees der Katholiken (ZdK) wurde die offene Gesprächskultur gelobt.

Ebenso sind sich in einer bisher nie dagewesenen Breite und Vielfalt hier Menschen und Gruppen mit unterschiedlichsten Glaubenswegen und Frömmigkeitsformen begegnet.

Auch konnte ein Zuwachs an jugendlichen Teilnehmern festgestellt werden, ein Drittel war unter 30 Jahre. Natürlich war auch die Charismatische Erneuerung mit einem Stand vertreten, den Marie-Luise Winter gemeinsam mit Geschäftsführer Karl Fischer und Diakon Christof Hemberger und vielen freiwilligen Helfern aus den Diözesen Regensburg, Passau und Eichstätt mit Bravour meisterte. Die Immanuel Lobpreiswerkstatt mit Matthias Schyra wurde begeistert von den Katholikentagsbesuchern angenommen. Sie gestalteten das „Nightfever" am Samstagabend in der Basilika St. Emmeram, die „junge Gebetsnacht" mit einem unerwartet hohen Teilnehmerzuspruch und viel Zeit für Besinnung, Musik, Gebet und Stille.

Einen ganz wichtigen Platz nahm allgemein das Gebet ein: in Sankt Johann war von morgens um 8 Uhr bis 24 Uhr täglich Eucharistische Anbetung und dieses Angebot wurde zur Freude der Geistlichen Gemeinschaften im Bistum Regensburg – 17 davon haben diese Gebetszeiten organisiert - von immens vielen Betern genutzt. Mehrere tausend Beter verweilten im Gebet – an manchen Zeiten waren es gestaltete Gebetseinheiten, dann wieder stille Anbetung. Aber auch spezielle Angebote zur Mittagszeit, als Taize-Gebet, Abendmeditation und und und wurden gut angenommen. Beten ist wichtiger geworden, so konnten die Organisatoren im Gegensatz zu früheren Treffen feststellen. Manche Foren und Podien zogen so viele Besucher an, dass das Schild „Halle überfüllt" durch die Helfer angezeigt werden musste.

Nicht nur bei Bundespräsident Joachim Gauck oder Bundeskanzlerin Angela Merkel, nein auch beim Forum mit dem Passauer Bischof Stefan Oster war mehr als eine Stunde vor Beginn der große Kolpingsaal wegen Überfüllung geschlossen. „Bischof Stefan hat eine jugendliche Erscheinung, er strahlt eine jugendliche Frische aus und das tut der Kirche sehr gut" stellte der Regensburger Diözesanbischof Rudolf fest, als dieses Forum kurzerhand in die Katholikentagsplanung aufgenommen wurde. Leider gab es kein Schild „Kirche überfüllt" sondern nur „Halle überfüllt", als sich die siebzehn geistlichen Gemeinschaften der Diözese Regensburg in Sankt Emmeram zum Gottesdienst trafen und „nur" 1100 Gläubige in der Kirche Platz fanden und Hunderte draußen bleiben mussten. „Die Freude des Evangeliums bewegt das Herz" stand als Leitwort über diesen Gottesdienst der geistlichen Gemeinschaften, von denen es 83 in Deutschland gibt.

„Gut dass es euch geistliche Gemeinschaften gibt" rief Reinhard Kardinal Marx den Gottesdienstteilnehmern „im Namen der Deutschen Bischofskonferenz" zu. Und die lange Reihe von Bischöfen unter den Konzelebranten drückte diese Wertschätzung durch ihr Dabeisein aus. In der Predigt hatte er ein starkes Plädoyer für die Charismen gehalten. „Wenn jemand eine Gabe, ein Charisma geschenkt bekommen hat, dann soll er sie einbringen, weil sie alle nützen soll". Auch Papst Franziskus wurde mit seinem Ausspruch: „Ich bin eine Mission auf dieser Erde, und ihretwegen bin ich auf dieser Welt. Man muss erkennen, dass man selber gebrandmarkt ist für diese Mission, Licht zu bringen, zu segnen, zu beleben, aufzurichten, zu heilen, zu befreien" zitiert und als Wegweisung gegeben: "Jeder soll sagen können – ich bin eine Mission". Zeugnis gaben David Fischer von der Jugendarbeit der CE sowie ein Ehepaar der Gemeinschaft Totus tuus, die überzeugt sprachen: „Wer sich einer geistlichen Gemeinschaft anschließt, dessen Leben verändert sich".

Überhaupt waren die Kirchen voll wie selten. „Himmel berührt Erde" war der Segnungsgottesdienst der Charismatischen Erneuerung in der bis auf den letzten Platz gefüllten Herz Jesu Kirche. Schulpfarrer Martin Birkenhauer führte zum Einzelsegen hin: „Berühre mich, Ich lasse dich nicht los, bis du mich segnest". So konnten Menschen dann neu und gestärkt hinausgehen.
Möge dieser Katholikentag auch weiterhin Brücken schlagen unter den Menschen, unter den Gemeinschaften, zwischen Kirche und Staat.

 

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