Feierlicher Abschluss des Glaubenskurses

Mit einem Abschlussgottesdienst und einer gemeinsamen Agape endete im Pfarrverband Alkofen-Pleinting der sechswöchige Glaubenskurs „Leben aus der Kraft des Heiligen Geistes“.

Für die rund 35 Teilnehmer aus der Diözese Passau war dies ein feierlicher Abschluss und zugleich vielleicht auch ein Neustart für ihr weiteres geistliches Leben.


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In den letzten 6 Wochen wurde auf verständliche aber tiefgehende Weise auf Glaubensbegriffe und -fragen eingegangen. Die Referenten führten die Teilnehmer durch Themen, wie „Wie kann ich Gott erfahren?“, „Was hat Jesus für uns getan?“, „Was will der Heilige Geist in meinem Leben tun?“, „Was hilft mir im Glauben zu wachsen?“, „Wie lebe ich heute als Christ?“.

Besonders ermutigend und für viele beeindruckend war, dass neben der Lehre auch jeder Referent berichtete, wie er persönlich zum Glauben und zu seiner persönlichen Gottesbeziehung kam und vor allem, wie sich sein Leben dadurch veränderte.

Die Abende begannen jeweils mit einer ausgiebigen Lobpreiszeit und mit der Gelegenheit für die Teilnehmer zu berichten, wie es ihnen in der vergangenen Woche erging. Nach den Vorträgen konnten sich die Teilnehmer in Kleingruppen austauschen.

Glaubenskurse dieser Art werden von der Charismatischen Erneuerung in ganz Deutschland angeboten. Dieser kostenlose Kurs wurde organisiert vom Pfarrverband Alkofen-Pleinting zusammen mit der Charismatischen Erneuerung in der katholischen Kirche im Bistum Passau.

 

Stimmen einiger Teilnehmer:

Johanna Konrad, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Alkofen

Für mich waren die 4 Abende, an denen ich teilnehmen konnte, eine große Bereicherung und tiefgehende Glaubenserfahrung. Beeindruckend waren der überzeugende Glaube der Mitglieder der einzelnen Gebetsgruppen und ihre Nähe zu Gott. Ich als gläubige Christin fand es schön, die Gemeinschaft und Verbundenheit mit anderen Gläubigen zu erleben. Die Referenten haben ihre Beziehung zu Gott und dem Heiligen Geist in einer Art und Weise an uns weitergegeben, die glaubhaft und nachvollziehbar waren. Als Fazit kann ich nur sagen: Es hat gut getan.


Sarah G., 23 Jahre aus Deggendorf

Ich bin im Jugendgebetskreis in Alkofen. Gemeinsam nahmen wir am Seminar teil. Das Seminar selbst und der Austausch in den Kleingruppen waren für mich eine schöne Gemeinschaft.

 

Walter Desch, 69 Jahre, Kirchenpfleger Pfarrei Pleinting

Ich nahm am Seminar aus reiner Neugierde teil. Es fällt mir schwer, so kurz danach für mich persönlich ein Fazit zu ziehen. Das gemeinsame Gebet, die Stille und Ruhe kamen mir zu kurz. Beeindruckt war ich davon, mit welcher Selbstverständlichkeit, gerade auch in den einzelnen Gruppen, junge und ältere Menschen, ihren festen Glauben offen dargelegt haben. 

 

Ehepaar Wiesheu aus Marktl

Schon vor Jahren haben wir von der Charismatischen Erneuerung gehört. Die Art und Weise, wie die Menschen hier Begegnung mit Gott erfahren, hat uns beeindruckt. Wir haben hin und wieder von außen hineingesehen, aber die Charismatische Erneuerung nie so direkt erlebt. Immer schon neugierig und ein bisschen auf der Suche nach Glaubensvertiefung sind wir durch das Bistumsblatt auf den Kurs in Alkofen aufmerksam geworden und haben dann die Gelegenheit genutzt. Was uns besonders fasziniert hat, ist der persönliche Weg des Einzelnen mit Gott bzw. der Weg Gottes mit ihm. Die vielfältigen Formen der Gottesbegegnung in Lobpreisungen durch Lieder und Gebete, Leben aus der Schrift, Segnungs- und Heilungsgottesdienste – dies immer in tiefer Beziehung zum Heiligen Geist – lassen die Nähe Gottes besonders spürbar werden. Wir sind sehr dankbar, dass wir an diesem Kurs teilnehmen durften.

 

Fotos:

Pfarrer Gerhard J. Stern und Jojappa Tulimelli zelebrierten den feierlichen Abschlussgottesdienst

Die gemeinsame Agape – eine schöne Gelegenheit, sich nochmal auszutauschen

 

Diözesantag mit Leo Tanner

VERSOEHNT und GEKROENT war das Thema des diesjährigen Diözesantages der charismatischen Erneuerung in der katholischen Kirche für die Diözesen Passau und Regensburg mit Leo Tanner am Samstag 24. Oktober 2015 in Metten.

160 Teilnehmer und die Diözesanteams mit den geistlichen Begleitern Pfarrer Gerhard Stern für die Diözese Passau und Pfarrer Marius Frantescu für die Diözese Regensburg haben den Einkehrtag gefeiert.

Ausgehend von der Erzählung eines Königskindes welches entführt wurde und unter Bettlern aufgewachsen ist aber vielen Jahren gefunden wurde und zum Königshof zurückkehrte, zeigte Leo Tanner Schritt für Schritt auf wie wir die Bettlermentalität ablegen und neu erfahren dürfen das wir Kinder Gottes sind.

«Die Zeit ist erfüllt. Das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium.» Markus 1,15

Gott will seine Liebe und Kraft offenbaren. «Kehrt um» heisst: Lasst diesen Gott, diese Liebe, Mitte und Zentrum eures Lebens werden.

Wie komme ich aus den Verletzungen und Prägungen, die in mir ‚Fleisch und Blut‘ geworden sind, heraus?

Es ist einer gekommen, der die Stricke zerschneidet, die uns binden: Jesus!»

«Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.» Johannes 3,16

Jesus ist der göttliche Arzt, der vom Kreuz her unser Leben und all unsere Beziehungen heilen will. Wie? Wir leben irgendwie mit Jesus, aber noch tragen wir die Last der Vergangenheit, die Last der Schuld, die Last der Vorwürfe selber.

«Seid gütig zueinander, seid barmherzig, vergebt einander, weil auch Gott euch durch Christus vergeben hat.» Epheser 4,32

Das Kreuz ist der Ort der Befreiung unserer persönlichen Schuld.

Auch das, was andere Menschen uns angetan haben, wo sie an uns schuldig geworden sind, bringen wir zum Kreuz und lassen es dort «sterben». Wie wir auf das was uns schwer fällt was uns verletzt reagieren: das ist unsere Entscheidung und unsere Verantwortung!

«Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern». Unversöhntheit und Groll können zu seelischen und körperlichen Krankheiten und Störungen führen. Unversöhntheit ist wie eine offene Wunde. Sie muss gereinigt werden !

Durch unsere Unversöhntheit binden wir uns an andere Menschen und werden dadurch selbst unfrei. Wer nicht vergibt, bleibt Gefangener seines Schmerzes und Grolls. Unversöhntheit ist das grösste Hindernis für das Reich Gottes.

Ob wir Unversöhnt sind können wir in unseren Selbstgesprächen betrachten.  

Bitteres und Unversöhntes zeigen sich auch dort, wo wir einen Reiz verspüren, Negatives über andere zu hören.

Wenn wir uns selbst, Gott oder anderen Menschen nicht mehr in die Augen schauen können, spüren wir, dass etwas Störendes da ist.

Manche Ängste, die Menschen tief in sich tragen, können ihren Grund in unbereinigter Schuld haben. Was können wir tun ?Aufhören anzuklagen und zu beschuldigen und stattdessen die Verantwortung für unsere Reaktionen zu übernehmen. Wir können uns innerlich auflehnen gegen Gott, weil vieles nicht so ist, wie wir es gerne hätten. Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Vergebung ist die Empathie. Keine vorschnelle Vergebung: Es gibt Verletzungen durch uns selber oder andere, denen man mit einer schnellen Bitte um Vergebung nicht gerecht wird.

Unterschied zwischen Vergebung und Versöhnung: Vergebung ist ein innerseelischer Prozess, der heilend und befreiend für den ist, der vergibt. Versöhnung setzt voraus, dass der Täter seine Tat einsieht und sie bereut.

«Vergeltet niemand Böses mit Bösem! Seid allen Menschen gegenüber auf Gutes bedacht! Soweit es euch möglich ist, haltet mit allen Menschen Frieden!» Römer 12,17–18. Erscheint es fuer uns unmöglich duerfen wir auf die Liebe Gottes vertrauen. Solches Um- und Neudenken wandelt. Wen wir selber meinen wir können das nicht vertrauen wir auf die Kraft des Heiligen Geistes. Ein anderes Wort für den Heiligen Geist ist, Gott kann ! Nimm diese Botschaft an und halte dich von ganzem Herzen daran fest. Vertrau und glaube, dass diese Botschaft auch für dich gilt! «Dein Glaube hat dir geholfen!»

Leo Tanner ist seit 1980 Priester in der Diözese St. Gallen. Seit 1987 entwickelt und leitet er Glaubenskurse, woraus die «Bibelgruppen Immanuel» entstanden sind. Seit 1997 ist er zu 30% Pfarrer in Jonschwil und zu 70% freigestellt für neuen Formen und Wege der Glaubensweitergabe.

Jeder Mensch möchte glücklich werden, geliebt und geschätzt werden! Doch diese Sehnsucht geht nicht immer ohne weiteres in Erfüllung. Wir erfahren vielfältige Verletzungen und Enttäuschungen. Und dennoch will uns Gott ein frohes und gutes Leben schenken. Pfarrer Tanner hat 3 Impulsvortraege gehalten. Während der Anbetungszeit haben 5 Priester der charismatische Erneuerung und Leo Tanner Beichte gehört. Der sehr bewegende Diözesantag endete mit einem Gottesdienst und dem Fürbittgebet um eine neue Liebe zu Gott im Heiligen Geist.

(Erika Kraus 1. Sprecherin der CE Passau)

 

 

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