Glaubenszeugnis

Mein persönliches Pfingsten am 4. März 2001

1. Mein Leben davor:

Um das Jahr 2000 herum war ich schon Jahre lang Christ: aus Tradition, aufgewachsen in einem christlichen Elternhaus, und ich bin für diese gute Grundlage dankbar. Aber mir fehlte der lebendige Glaube!Mein christliches Leben lebte ich so: Es kommt allein auf mich an. I c h muss glauben, i c h muss gute Werke tun... Ich setzte so hohe Ansprüche in mich, dass ich scheitern musste, war ein pessimistischer Mensch, fühlte mich ständig gehetzt und war unzufrieden. Aber habe ich je Gott eine Chance gegeben, mich zu berühren und ihn machen zu lassen? In der Hl. Messe habe ich zwar das Wort Gottes gehört, aber es ist nur bis zu meinen Ohren gedrungen. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass es ganz aktuell für mich gilt, ich es auch konkret umsetzen soll.

2. Mein sehr persönliches Erlebnis mit dem Heiligen Geist:

Seit 1999, nachdem unsere Familie erstmals vom Herrn auf den Wohldenberg zur Silvesterfreizeit mit dem Team von Christina und Helmut Hanusch geführt wurde, wuchs meine Sehnsucht, Gott real zu begegnen und eine lebendige Beziehung zu ihm zu haben. Bei einem Wochenende der Koinonia Giovanni Battista mit einer Gruppe um Christiane Kurpik und Andreas Bartnik im März 2001 in Bad Soden-Salmünster bat der Leiter den Hl. Geist um die Gabe des Sprachengebets konkret für uns. Ich war ganz verwundert: so einfach soll das gehen? Er erklärte uns, wir sollten es üben wie Autofahren nach der Prüfung.Auf der Rückfahrt nach Hannover saß ich als Beifahrerin im Auto von Ilse Friedrich, einer Ärztin aus Hamburg. In den Monaten (und bereits Jahren) davor kreisten meine Gedanken nur noch um meine vielen Krankheiten. Ich war schon ganz verzweifelt (oft schwere Bronchitis, Lungenentzündung, starke Rückenschmerzen, Verkalkung der Schulter, Speiseröhren-Reflux). Ilse als Ärztin war nun meine letzte Hoffnung, nachdem bisher keiner der Ärzte mir wirklich helfen konnte. Aber anders als ich es mir vorgestellt hatte, fing sie einfach an, ein Lobpreislied zu singen und betete um den Hl. Geist für mich. Nach der guten geistlichen Vorbereitung an diesem Wochenende konnte ich mich ganz darauf einlassen und betete mit. Ich war einfach da vor Gott. Ich übergab ganz frei und spontan mein Leben an Jesus. Die Landschaft rauschte an uns vorbei auf der Autobahn, aber ich sah sie nicht mehr. Und ich dachte überhaupt nicht mehr an meine Krankheit! Ich hab nicht mehr auf mich geschaut, sondern nur noch auf das, was Jesus für mich persönlich am Kreuz getan hat. Das hat mich tief erschüttert. Ich war nur dankbar und glücklich, dass Gott mir vergab und mich so annahm wie ich bin. Mein Gesicht war tränenüberströmt, in meinen Armen und Beinen kribbelte es gewaltig, ich lobte Gott und betete in Sprachen.

3. Wie sieht mein Leben und mein Glaube heute aus?

Im Rückblick kann ich sagen: Ich habe eine körperliche Heilung erlebt, ich war danach fast 9 Jahre lang nicht mehr krank! Keine Erkältung, keine Rückenschmerzen, keine Verkalkung in der Schulter, kein Reflux in der Speiseröhre, letzteres bestätigt durch Magenspiegelungen!Dann: Ende 2009 Brustkrebs, im Nachhinein eine sehr gesegnete Zeit mit neuer tiefer Erfahrung mit Gott, siehe mein Zeugnis weiter unten auf der Homepage.Was hat sich noch verändert? Gott ist in den Mittelpunkt meines Lebens gerückt. Ich weiß, ich bin sein Kind und er liebt mich über alles. Ich lasse mein Denken durch den Heiligen Geist verändern und frage nach Gottes Willen, denn der ist viel besser als meiner! Ich erlebe das Handeln Gottes in meinem Alltag, wenn ich an Gottes Hand gehe und nicht meine eigenen Wege gehen will. Gott ans Steuer zu lassen klappt leider noch nicht immer ;-).Ich bin viel optimistischer, hoffnungsvoll, zuversichtlich, mit mehr Freude und Frieden im Herzen, empfinde eine tiefe Dankbarkeit für viele kleine Dinge und lerne immer mehr, einen Lebensstil der Vergebung zu leben.

Martina B.

 

 

 
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