„Wir wollten, dass jeder sein persönliches Pfingsten erlebt”

Charismatische Erneuerung (CE) in der Region feierte 30-jähriges Bestehen

30 Jahre CE in Mittelbaden

Achern/Ottersweier. Mit mehr als 100 Gästen feierte die Charismatische Erneuerung in der katholischen Kirche (CE) Mittelbaden ihre Anfänge in der Region vor 30 Jahren. Im November 1987 hatte in der Pfarrkirche Unserer Lieben Frau in Achern der erste Segnungsgottesdienst stattgefunden. Am gleichen Ort versammelten sich die teilweise bis heute aktiven Laien zu einem Dankgottesdienst mit Pater Ulrich Alex vom Kloster Maria Linden, dem heutigen geistlichen Begleiter der CE.

Bernhard Frey, damals Pfarrer in Ulm, und Pfarrer Michael Vollmert aus Achern sei es darum gegangen, Menschen zu einem lebendigen Glauben zu führen, sagte Maria Haungs aus Önsbach in ihrem Rückblick. Schon bald gaben Christen in diesen Gottesdiensten Zeugnis von ihren persönlichen Glaubenserfahrungen. Sie fanden auch in Oppenau, Renchen, Fautenbach, im Kloster Erlenbad und in Ottersweier statt. 

Wie ein Baum, der Ast um Ast bilde, habe sich die CE entwickelt, so die Sprecherin. Es wurden Gebetskreise und die Gemeinschaft „Familien auf dem Weg” gegründet, Lobpreisabende und Glaubenskurse angeboten. Die Gebetskreise und die monatlichen Begegnungsabende bestehen bis heute. Hinzu kam ein monatliches konfessionsübergreifendes Gebet um die Einheit der Christen, die Mitarbeit in der CE innerhalb der Erzdiözese Freiburg, weitere Seminare und Gabenkurse und ein Fürbitt-Team, das Sorgen und Nöte der Menschen im Gebet vor Gott trägt.

Seit 2007 leitet Josef Hofer die als Verein organisierte Erneuerungsbewegung, die weltweit in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feierte. Trotz allgemein rückläufigem Interesse am christlichen Glauben spüre er ein wachsendes Interesse an den Begegnungsabenden der CE, an Glaubenserfahrungen und Gemeinschaft. Wichtig war ihm, im Rahmen des Dankgottedienstes um Vergebung für Fehler zu bitten, die die CE in der Vergangenheit gemacht habe. Sie hätten zu Verletzungen unter Glaubensgeschwistern und Ablehnung geführt. Der Vorsitzende dankte dem Heiligen Geist für seine Führung, dem Vater im Himmel für seine Liebe und Geduld und Jesus, der ihm Weg, Wahrheit und Lebenspartner sei. Er dankte allen Mitarbeitern der CE für ihr großes ehrenamtliches Engagement und der katholischen Kirche für den vertrauensvollen Umgang und ihr Wohlwollen.

im Anschluss an die lebendige Messe mit modernen Lobpreisliedern feierten Mitwirkende aus 30 Jahren, darunter mehrere Priester, im Gemeindehaus St. Josef. Sie aßen zusammen und erzählten sich von ihren Erfahrungen mit dem Glauben. Am Ende ergriff Bernhard Frey das Wort, der damals als Priester die Anfänge begleitete. „Wir wollten, dass jeder sein persönliches Pfingsten erlebt und mit einer Gabe beschenkt wird, um anderen und der Gemeinschaft zu dienen”, erinnert er sich. Dieser Erneuerung sei über Konfessionsgrenzen hinweg gegangen und habe auch verunsichert. Manche Katholiken hätten sich in dieser Zeit einer Freikirche zugewandt, „weil die Erneuerung bei uns nicht so schnell ging.”

Die lebendigsten Gottesdienste, die er im Leben mitfeiern durfte, seien die Segnungsgottesdienste gewesen, so Bernhard Frey. Die Gaben des Heiligen Geistes seien für ihn das Beeindruckendste des Glaubens, weil aus ihnen Lebendigkeit und Sendung resultiere. Es brauche eine mystische Grunderfahrung, aus der man verändert hervorgehe, damit der Glaube in der Welt weitergehe.

 

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