Zur Fülle des Glaubens gelangen

Oftmals sehen Seelsorger sich der Frage ausgesetzt, wie den Gläubigen derart die Grundlagen des christlichen Glaubens verkündet werden können, dass sie die Botschaft unserer Erlösung durch Christus nicht nur vage begreifen und irgendwie annehmen, sondern bereit werden, ihrem Herrn ihr Leben ganz in die Hände zu geben.
Eine sehr „treffsichere“ Methode bei dieser Suche durfte ich Mitte Januar 2017 zum bereits vierten Mal bei einem Glaubenskurs der Charismatischen Erneuerung im Bistum Erfurt erleben. Dieser Kurs besteht darin, den Teilnehmern die zentralen Inhalte des christlichen Glaubens durch Vorträge näher zu bringen und sie somit in die Kernbereiche unseres Credo (Liebe Gottes, Sünde, Erlösung durch Christus am Kreuz) zu initiieren. Dabei kommt es darauf an, das jeweilige Thema nicht nur abstrakt-unkonkret, sondern als jeden einzelnen Menschen betreffend zu vermitteln, was durch eine durch das Gebet konzentrierte Atmosphäre und gleichnishafte Anschaulichkeit der Vorträge gelingt. Wie sehr dieser Wochenendkurs in seiner ergreifenden Unmittelbarkeit die Menschen bis ins Mark trifft, zeigt sich, wenn die Teilnehmer in einem Akt der Hingabe Christus, gegenwärtig im ausgesetzten Allerheiligsten, ihr Leben in die Hände legen. Eine wichtige Rolle in der Dynamik des Kurses spielt seine Verankerung in der Sakramenten- und Gebetspraxis der Kirche. Neben der Eucharistiefeier, der Möglichkeit des permanenten Verweilens in der Gegenwart Christi in einem Anbetungsraum und der Beichtgelegenheit wird das Wochenende, typisch charismatisch, von feurigen Lobpreis- und Fürbittzeiten begleitet. 
Viele Menschen, die an diesem Kurs teilgenommen haben, berichten von einer Lebensumwandlung und einer Vertiefung ihrer persönlichen Christusbeziehung, wie ich sie in dieser Qualität bisher nur in guten ignatianischen Exerzitien erlebt habe.
Mir stellt sich die Frage, warum solche Kurse als grundlegender Beginn einer entschiedenen Gottesbeziehung nicht in allen Pfarrgemeinden durchgeführt werden. Schließlich kann den katholischen Glauben nur jener in seiner Facettenvielfalt und Schönheit begreifen und leben, wer sich ganz und gar in die Obhut seines Königs, der den Tod besiegt hat, begibt.
Der Autor, Andreas Leupold, ist 25 Jahre alt, hat Katholische Theologie in Erfurt studiert und ist für das Mediennetzwerk Pontifex aktiv.
 
 

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