"Maranatha! Komm, Herr Jesus!"

ce seminar 1a bearb.cedVielfältige Impulse bekamen etwa 80 Erwachsene und Kinder bei unserem Doppelseminar Anfang Januar im Diözesanhaus Vierzehnheiligen. „Normalerweise beschäftigt man sich viel mit seinem eigenen Leben als Christ. Hier wurde der Blick geweitet auf das große Ganze, auf den Plan Gottes.“ So wie Walter Voit aus Gundelsheim ging es auch anderen Teilnehmern des Seminars für die Erwachsenen. 


Unter der Überschrift „… bis du kommst in Herrlichkeit“ ging es um die Wiederkunft Jesu am Ende der Zeit. Die Referentin Sr. Mary Paul Friemel entfaltete die Bedeutung dieses „Geheimnis des Glaubens“, das in jeder Eucharistiefeier gesprochen wird. Die katholische Nonne – gebürtige Amerikanerin und inzwischen in Hainburg (Österreich) zuhause – ist dem Wiener Kardinal Christoph Schönborn unterstellt. Als langjährige Mitarbeiterin des 2017 verstorbenen Msgr. Peter Hocken setzt sie sich in seinem Sinne vor allem für die Einheit im Leib Christi ein.
So weckte bzw. erweiterte sie denn auch bei den Teilnehmern unseres Seminars das Verständnis für das Volk Gottes als Braut, die der Heilige Geist für den Bräutigam Jesus vorbereitet, aus allen Nationen, Konfessionen und Denominationen. Und auch wenn niemand außer Gott selbst weiß, wann genau Jesus wiederkommt – einiges spricht dafür, dass dieser Prozess der Vorbereitung schon weit vorangeschritten ist. Konkret nannte Sr. Mary Paul zum einen das enorme Wirken des Geistes Gottes seit Anfang des 20. Jahrhunderts, das unter anderem die Erneuerungsbewegungen in verschiedenen Kirchen hervorgebracht und sich in den in den großen Fortschritten in der Ökumene zeigt. Zum anderen wies sie darauf hin, dass immer mehr Juden zum Glauben an Jesus als den Messias kommen.
In diesem Zusammenhang machte die Referentin deutlich: dem jüdischen Volk gelten die biblischen Verheißungen zuallererst – und nach wie vor. Entschieden wandte sich die Referentin gegen jede Form von Ersatztheologie. Vielmehr sei es so, dass die Christen durch den Glauben an Jesus geistlich gesehen in die Nachkommenschaft Abrahams mit hineingenommen werden.
Wie aber soll die Zeit des Wartens bis zur Wiederkunft Jesu gestaltet werden? Dazu verwies Sr. Mary Paul ebenfalls auf das „Geheimnis des Glaubens“. Sie ermutigte dazu, den Tod des Herrn zu verkünden und seine Auferstehung zu preisen, sprich die frohe Botschaft weiterzugeben – mit dem, was sie sagen, was sie tun. Kein passives Warten also, zurückgezogen im stillen Kämmerlein, sondern eine Lebenshaltung aus einer engen Verbundenheit mit Gott heraus. Wie beispielsweise jeder Christ seinen Beitrag zur Einheit zwischen unterschiedlichen Glaubensrichtungen beitragen kann, hatte unser hauptamtlicher Mitarbeiter Oswin Lösel in seinen beiden einleitenden Vorträgen deutlich gemacht: mit echtem Interesse füreinander, dem Wunsch, andere Formen von Frömmigkeit zu verstehen und dem Blick auf Jesus als der gemeinsamen Mitte.
Vor allen konkreten Schritten jedoch, auch das wurde in diesen Tagen deutlich, steht erst einmal die Sehnsucht, dass Jesus wiederkommt. Diese Sehnsucht weckt der Heilige Geist in den Gläubigen, die dafür offen sind. Neben den Lehreinheiten standen verschiedene Workshops, Möglichkeiten für Beichte und Seelsorge sowie die tägliche Eucharistiefeier auf dem Programm.
Während die Erwachsenen sich mit der Endzeit befassten, blickten die Kinder zurück auf den Anfang: Unter dem Titel „Gott erschuf die Welt“ durften die Jungen und Mädchen vieles über die Schöpfung lernen, wieder ganz neu staunen über die Größe und Allmacht Gottes, die sich darin zeigt. Und sie erfuhren: dieser Gott, der alles kann und weiß, er will sich auch um mich und mein Leben kümmern. Höhepunkte für die Kinder waren der Besuch in einer nahe gelegenen Schäferei, in der die neugeborenen Lämmer sie natürlich besonders faszinierten, und die Nachtwanderung mit Lagerfeuer.

 

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