Dranbleiben im Gebet

DSC 3820 miniIn Einheit beten, und mit Ausdauer – dazu inspirierte unsere Pfingstfeier. Das „Fest zu Ehren des Heiligen Geistes“ fand am Pfingstsonntag in der Heilig-Geist-Kirche in Lichteneiche statt. Als Zelebrant hatten wir Pater Roberto Turyamureeba gewinnen können, Comboni-Missionar und Referent für missionarische Bildungsarbeit im Referat Weltkirche des erzbischöflichen Ordinariats Bamberg.


„Hört denn Gott mich überhaupt?“ „Wo ist denn Gott in meiner Not?“ Fragen, mit denen Pater Roberto Zweifel und Verzweiflung vieler Menschen zum Ausdruck brachte. Er beklagte aber auch den Einfluss des Zeitgeistes, den zuvor ein Anspiel aufs Korn genommen hatte: „Das Gebet ist heute vielfach der Geschwindigkeit und dem Leistungsdruck zum Opfer gefallen.“ Und für manche Menschen „muss Gott ein Automat sein“. Demgegenüber wies er auf das Gebet im Obergemach, von dem im ersten Kapitel der Apostelgeschichte berichtet wird, und auf das Gleichnis vom ungerechten Richter hin. Beide Bibelstellen „ermutigen uns, trotzdem zu beten, auch wenn wir nicht sofort eine Wirkung sehen.“
Pater Roberto rief dazu auf, ebenso wie die hartnäckige Witwe nicht von Gott zu lassen. „Gott will nicht seine Ruhe haben, er schläft nicht“, betonte er. Vielmehr „will Gott uns helfen in allen Situationen des Lebens.“
Das einmütige Gebet hatte der Geistliche zuvor als eine von drei Säulen der Einheit herausgestellt, neben dem gemeinsamen Glauben an Jesus Christus, den Auferstandenen und der gleichen Blickrichtung. „Gemeinsames Tun macht das Gebet so stark, dass es vermag, den heiligen Geist herabzurufen“, so Pater Roberto mit Blick auf die Schilderung in der Apostelgeschichte.
Das anhaltende Gebet neu in den Blick zu nehmen, war daher der CE Bamberg wichtig, auch anlässlich des Jubiläums: Die Charismatische Erneuerung in der Katholischen Kirche begeht heuer ihr 50-jähriges Bestehen. Die zentralen Feierlichkeiten fanden - ebenfalls am Pfingstfest - in Rom statt, auf Einladung von Papst Franziskus.
Auf die biblische Bedeutung der Zahl 50 hatte Oswin Lösel, stellvertretender Sprecher unserer CE Bamberg, zu Beginn des Gottesdienstes in Lichteneiche hingewiesen. Nicht allein, dass sich die erste Ausgießung des Heiligen Geistes 50 Tage nach Ostern ereignet hatte, war unter dem Alten Bund das 50. Jahr von Gott zum Erlassjahr bestimmt worden. Vor diesem Hintergrund sehen wir in dem Jubiläum einen besonderen Anlass, uns als CE neu auf Gott auszurichten und nach dem Heiligen Geist auszustrecken. Dies kam in verschiedenen Elementen der Pfingstfeier zum Ausdruck.
Eine lebensnahe Erfahrung war der Aufhänger beim Kinderprogramm. Viele Jungen und Mädchen kennen Situationen, in denen man Angst hat oder sich lieber an einem geheimen Ort versteckt oder sich verbarrikadiert. So beginnt auch die Pfingstgeschichte: Nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren ist, fühlen sich die Jünger alleine und haben Angst. Doch dann erinnern sie sich an das, was Jesus ihnen gesagt hat: „Haltet aus und betet. Ich werde euch den Beistand schicken.“ So geschieht es plötzlich, dass es hell wird und ein Wind durch das Haus weht und alle erfahren den Heiligen Geist als Wirklichkeit.
Das wurde den Kindern durch ein wehendes Tuch und Kerzen sichtbar gemacht. Die Freude war spürbar, als die Kinder riefen: „Freut euch mit uns, Gottes Geist ist mit uns!“ Zur Vertiefung bekam jedes Kind ein vorbereitetes Flammenbild mit nach Hause, auf das es seinen Namen schreiben durfte.
Begonnen hatte unser „Fest zu Ehren des Heiligen Geistes“ mit einem Kaffee-Empfang, der zur Freude der CE‘ler und ihrer Gäste diesmal wieder unter freiem Himmel stattfinden konnte. Und das, wo es am Vormittag noch kräftig geregnet hatte.

 

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