Vom Tannenbaum und einem Buch ohne Worte

CE-Seminar 1 onlineÜber 100 Teilnehmer starteten beim unserem Seminar Anfang Januar in Vierzehnheiligen gemeinsam ins neue Jahr. Während die Kinder lernten, die gute Nachricht von Jesus Christus weiterzusagen, bekamen die Erwachsenen ermutigende Impulse, ihren Glauben zu leben – gerade auch beim zunehmenden „Gegenwind“, so das Thema dieser Tage im Diözesanhaus.

Was ist die wahre Berufung eines Tannenbaums? Mit einem zeitlich naheliegenden und doch etwas ungewöhnlichen Vergleich führte Referent Isaac Liu einen ersten wesentlichen Aspekt des Christseins vor Augen: Es sollte nicht darauf hinauslaufen, für kurze Zeit herausgerissen und allein einen lichterglänzenden Blickpunkt darzustellen, sondern fest verwurzelt und in Gemeinschaft mit anderen den von Gott bestimmen Platz auszufüllen. Dann kann der Einzelne auch in Stürmen besser bestehen. Eine Tanne ist schließlich in erster Linie für die freie Natur geschaffen und nicht fürs weihnachtliche Wohnzimmer.

Zu wissen, wer Gott ist, wer wir als seine Kinder sind und wer unser Feind ist, nämlich der Teufel“ – das ist nach Ansicht von Isaac Liu eine weitere wichtige Voraussetzung für den „guten Kampf des Glaubens“, von dem Paulus im ersten Brief an Timotheus spricht. Zwar müssen Christen im westlichen Kulturkreis bislang nicht wie anderswo um ihr Leben fürchten, werden schlimmstenfalls belächelt, nicht verstanden oder abgelehnt. Gleichwohl wird auch hier das Klima rauer, der christliche Glaube von der Gesellschaft immer mehr in Frage gestellt.

Was Christenverfolgung bedeutet, konnte Isaac Liu aus eigener Erfahrung berichten. Yun Liu, der Vater des gebürtigen Chinesen, hatte in seinem Heimatland eine Hauskirchenbewegung geleitet und war mehrfach längere Zeit inhaftiert, bis die Familie schließlich fliehen musste und dann nach Deutschland kam.

In der Verfolgung, auf der Flucht, aber auch in Deutschland hat Isaac Liu erlebt: Gott steht denen, die sich zu ihm halten, treu zur Seite. Inzwischen selbst Pastor einer internationalen Gemeinde und gefragter Sprecher, hat der 32-Jährige schon viele Menschen ermutigt. Auch die Teilnehmer des CE-Seminars waren von seiner engagierten Lehre, seiner humorvollen und bescheidenen Art sehr angetan, vermittelte er doch sehr authentisch, wie wichtig die Freude an Gott ist – gerade wenn es darum geht, für den Glauben einzustehen.

Dazu wiederum gehört ganz wesentlich, die frohe Botschaft weiterzugeben. Das hatten die Kinder in ihrem Seminar geübt und führten den Erwachsenen beim gemeinsamen „Evangelisations-Kaffee“ am letzten Nachmittag ein gutes Hilfsmittel vor: das „wortlose Buch“, einfach und dennoch aussagekräftig. Anhand der verschiedenen Farben der unbedruckten Seiten erklärten die Kinder die Kernpunkte: die Herrlichkeit Gottes und des Himmels (Gold), die Sünde des Menschen (Schwarz), die Erlösung durch die Liebe und das Blut Jesu (Rot), die Errettung durch den Glauben (Weiß) und das Wachstum als Christ (Grün).

Neben den thematischen Einheiten in verschiedenen Altersgruppen war bei den Jungen und Mädchen natürlich wieder viel Abwechslung geboten, mit Spielen, einer Nachtwanderung und Schlittenfahren. Bei den Erwachsenen gehörten wie immer Kleingruppen, Workshops und ausgiebige Lobpreiszeiten zum Programm. Zu Eucharistiefeier und Beichte waren Msgr. Georg Holzschuh (Forchheim) und Pater Szczepan Matula CR (Bayreuth) gekommen. Beim Abschlussgottesdienst standen nochmal die Kinder im Blickpunkt und bekamen einen doppelten Segen mit auf den Weg: von den Erwachsenen, die sich zum so genannten Segenstunnel aufgestellt hatten, und von Karmelitenpater Rudolf Theiler.

 

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