Die Heilslinie im Alten und Neuen Bund

CE-Seminar 1a kleinDie jüdischen Wurzeln des Christentums standen im Blickpunkt bei unserem Januarseminar. Etwa 130 Teilnehmer erlebten im Diözesanhaus einen gesegneten Start ins neue Jahr. Bei den Erwachsenen wie auch bei den Kindern ging es um die Verbindung von Ereignissen und Prophetien unter dem Alten Bund mit dem Heilsgeschehen im Neuen Testament.

Die Kinder befassten sich zum Thema „Gottes Wa(h)l“ unter anderem mit Abrahams Söhnen Isaak und Ismael. Von Isaak stammen die Israeliten ab, und auf Ismael gehen die Araber zurück. Die Jungen und Mädchen bekamen ein besseres Verständnis für die aktuellen Konflikte im Nahen Osten und die Flüchtlingskrise. Besonders bewegend: Der Besuch von ehemaligen Muslimen, die sich zum Christentum bekehrt haben. Hier erfuhren die Kinder aus erster Hand vieles über die Probleme der Flüchtlinge und vor allem, welcher Gefahr Konvertiten von islamischer Seite ausgesetzt sind.

Für das gemeinsame Element mit den erwachsenen Teilnehmern nahmen die Kinder Anleihen beim jüdischen Versöhnungsfest Jom Kippur. Gewissenserforschung und Bußakt gehörten ebenso dazu wie die Geschichte des Propheten Jona, der die Stadt Ninive zur Umkehr (Buße) aufruft, und ein Tanz im Gottesdienst – zunächst in Sackgewändern, die dann als Zeichen der Reinigung abgelegt wurden.

Ein Höhepunkt des Gottesdienstes war der Versöhnungsakt: Drei Erwachsene baten den jesusgläubigen Juden Benjamin Berger stellvertretend um Vergebung für das Unrecht, das dem jüdischen Volk während seiner langen Geschichte von verschiedenen Seiten angetan wurde. Viele Mitglieder von Bergers Familie waren dem Holocaust zum Opfer gefallen.

Als Referent bei den Erwachsenen - „Das Reich Jesu kommt in Fülle“ lautete hier das Thema - vermittelte Benjamin Berger ein tieferes Verständnis davon, wie der Heilsplan Gottes schon im Alten Testament angekündigt wird. Kenntnisreich entfaltete er die reiche Symbolik der hebräischen Begriffe und jüdischen Traditionen. Und er zeichnete die Linien des Heilsplans weiter bis zur Offenbarung und der zweiten Wiederkunft Jesu am Ende der Zeiten.

Schon sein kurzer Lebensbericht war faszinierend. Als Sohn eines Deutschen und einer Österreicherin, die vor dem Naziterror geflohen waren, ist Benjamin Berger in New York zur Welt gekommen. Jüdisch-orthodox erzogen, kam der studierte Architekt als junger Mann zum Glauben an Jesus als den Messias. Heute leitet er zusammen mit seinem Bruder Ruben eine Gemeinde in der Altstadt von Jerusalem und ist ein international gefragter Sprecher.

Viele Teilnehmer des CE-Seminars kamen hauptsächlich wegen ihm nach Vierzehnheiligen, teilweise von weit über die Grenzen Frankens und Bayerns hinaus. Benjamin Berger war auch der Grund, dass einige protestantische Teilnehmer gekommen waren. Das gab diesen Tagen eine ökumenische Dimension. Besonders die „Neuen“ zeigten sich beeindruckt von der offenen Atmosphäre und dem offensichtlichen Wirken des Heiligen Geistes in den verschiedenen Elementen des Seminars.

Bewegend nicht zuletzt der abschließende Impuls von Oswin Lösel: Der hauptamtliche Mitarbeiter der CE Bamberg ermutigte die Teilnehmer, dem Schmerz Gottes über die Spaltungen im Leib Christi nachzuspüren, sich nach Einheit auszustrecken und konkrete Schritte zu tun. Nur wer die Besonderheiten der anderen christlichen Konfessionen und Denominationen zu verstehen versuche, werde sie auch schätzen können, betonte Lösel. Mit den guten Gesprächen und Begegnungen zwischen Christen unterschiedlicher Konfession war das Seminar auch in dieser Hinsicht ein gesegneter Start ins neue Jahr.

 

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