Exerzitien mit Pater Manjackal in Mönchengladbach

exerzitien moenchengladbachEs waren am Freitag über hundert Teilnehmer gekommen, am Samstagabend hatte sich die Zahl auf über 400 gesteigert, am Sonntag waren es dann etwas weniger. Pater Manjackal, der gehbehindert ist und mit dem Rollstuhl in den Saal gefahren wurde, überraschte mit seiner energischen Stimme. Er sprach über grundlegende Themen des christlichen Glaubens, wobei er herausstellte, dass man die Einzigartigkeit des Christentums nicht in Frage stellen dürfe im Vergleich mit anderen Religionen. Die Christen sind die einzigen, die Gott mit Vater anreden, z.B. im Judentum oder Islam wäre das ein Sakrileg. Er sagte: „Ich bin kein Fundamentalist, aber ich spreche über die Fundamente unseres christlichen Glaubens.“

Was für mich neu war, ist, dass Pater Manjackal offen erzählte, dass ihm seit Karfreitag letzten Jahres die Wundmale Jesu geschenkt wurden. Einmal rollte er mit seinem Rollstuhl neben mich, so dass wir ein wenig erzählen konnten. Da konnte ich die Wunden an seinen Handgelenken sehr deutlich sehen.
Einige Gesichter waren mir aus der Charismatischen Erneuerung bekannt, viele aber auch nicht. Die Menschen kamen aus einem großen Umkreis, aus Köln, aus Westfalen, aus dem Münsterland, aber natürlich auch aus der näheren Umgebung. Die Altersstruktur war sehr gemischt, im Vergleich zu dem üblichen Bild in der katholischen Kirche im Durchschnitt deutlich jünger. Unterschiedlichste Menschen waren gekommen, Intellektuelle und ganz einfache Leute.

Ich wurde von Anfang an von Teilnehmern angefragt zum Beichte hören, konnte nur mit Mühe wenigstens einen Vortrag am Morgen zuhören, bevor ich dann bis zu meiner Erschöpfung Beichte hören musste. In der Seelsorge erfuhr ich, dass viele Menschen durchaus zu einem nicht kirchennahen Klientel zählen, Menschen, die zum Teil seit vielen Jahren nicht mehr gebeichtet hatten oder nicht regelmäßig zu Gottesdiensten gegangen waren. Pater Manjackal spricht nicht nur die ganz frommen, sondern alle Arten von Menschen an. In der Seelsorge erfuhr ich echte, ehrliche Aufbrüche zum Glauben und starke Ansätze von innerer Heilung. Wünschenswert wäre, wenn diese vielen Menschen Orte finden in der Zukunft, wo sie weiter begleitet werden können auf ihrem Glaubensweg.
Ein Fazit für mich ist, dass viel zu wenig Priester als Beichtväter zur Verfügung standen, die Menschen mussten teilweise Stunden warten. Beim nächsten Mal müssen wir viel mehr Priester für die Seelsorge vorher ansprechen.
Eine Frau aus meinem engeren Umfeld, die der Kirche sehr nah steht, wurde sehr tief berührt und berichtet, dass sie auf dieser Veranstaltung von ihrer Asthma-Erkrankung geheilt wurde, an der sie seit 50 Jahren gelitten hat. Sie ist deswegen in ärztlicher Behandlung, und ich werde der Sache noch nachgehen. Aber aus dem ersten Erzählen und vom ersten Arztbesuch her scheint das seriös zu sein.

Die Veranstaltung wurde sehr gut und souverän begleitet von der Süsterseeler Lobpreisband, die wegen einer Erkrankung kurzfristig eingesprungen war.

In meinen Augen war die Veranstaltung ein großer Erfolg. Ich freue mich, dass so etwas auch einmal in Mönchengladbach möglich geworden ist. Ganz sicher wirken sich die vielen Gebete auch segensreich für die Stadt aus. Ich würde mir wünschen, wenn eine solche Veranstaltung in Zukunft wiederholt werden könnte.

 

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