Die Liebe Gottes erlebt - Mittendrin West in Hardehausen

 

Mittendrin HardehausenZu einem „Mittendrin West“, einem Wochenende der Charismatischen Erneuerung in den nördlichen Bistümern, kamen 250 Christen aus Niedersachsen, ganz NRW, Berlin und sogar aus Bayern Anfang September in die Jugendbildungsstätte des Erzbistums Paderborn nach Hardehausen. Das Treffen war eines von fünf in ganz Deutschland.

Moderatorin Christine Emmerich, Sprecherin der CE im Erzbistum Köln, betonte, die Charismatische Erneuerung sei keine geistliche Gemeinschaft mit einem Gründer, sondern eine weltweite Bewegung, die in der katholischen Kirche vor 50 Jahren aus einem Gebetstreffen um den Heiligen Geist entstanden sei. „Es geht darum, die Kraft und die Gaben des Heiligen Geistes wieder in die Kirche zu bringen“, sagte sie.

Einer der Höhepunkte des Wochenendes war der Segnungsgottesdienst, bei dem man Sorgen gegen biblische Verheißungen eintauschen konnte. Einer nach dem anderen geht nach vorn, wirft einen Zettel in einen Korb. Fast alle der 250 Teilnehmer folgen der Einladung von Helmut Hanusch, ihre Sorgen aufzuschreiben und sie buchstäblich am Fuß des Kreuzes niederzulegen. Im Gegenzug gibt es eine Verheißung: Aus einem weiteren Korb ziehen sie einen Zuspruch aus der Bibel. Der langjähriger Sprecher der CE Deutschland, rief dabei dazu auf, „das Geschenk auszupacken“, das Gott in der Firmung gemacht habe.

 

.Hanusch verwies auf Papst Franziskus, der zu Pfingsten bei einer Jubiläumsfeier 50 Jahre nach Entstehung der Charismatischen Erneuerung mit 50 000 Menschen im Circus Maximus in Rom auf die Wichtigkeit der „Taufe im Heiligen Geist“ verwiesen hatte – im Kern die Erfahrung der Liebe Gottes. Hanusch rief dazu auf, offen zu sein für die Charismen, die Gaben des Heiligen Geistes, wie Prophetie oder Sprachengebet. Letzteres erklang in Form gemeinsamen Gesangs immer wieder bei dem Treffen. Das Sprachengebet sei laut Neuem Testament ein – nicht ausschließliches – „Erkennungszeichen“ für den Empfang des Heiligen Geistes. „Es ist ein kleiner Schlüssel, der eine große Tür öffnet“, betonte Hanusch.

 

Gastredner Pfarrer Peter Meyer aus Lüdinghausen im Bistum Münster, kritisierte die „starke Tendenz der Zeit“ zum Relativismus. Es sei eine „humanistische Höflichkeit“, viele Wahrheiten anzuerkennen. Jesus sei aber „kein Religionsstifter, sondern der Sohn des lebendigen Gottes“. Gott könne man nicht durch Argumentation erkennen, sondern nur durch Offenbarung. „Im Laufe meines Priesterlebens ist mir immer deutlicher geworden, wie wichtig Anbetung dabei ist“, sagte er. Das eröffne die Möglichkeit, Gottes Stimme zu hören. „Wenn wir still werden, lernen wir seine Stimme kennen.“ Pfr. Meyer, der vom Bischof von Münster mit einer halben Stelle für Exerzitien freigestellt ist, kritisierte die esoterische Vorstellung, Gott vereine Licht und Schatten in sich. Das führe zur Relativierung des Bösen.

Organisator Werner Nolte, CE-Sprecher im Erzbistum Paderborn, dankte unter den 250 Teilnehmern vor allem den 80 Jugendlichen der CE-Jugendtreffs, die zu diesem „Miteinander der Generationen“ bereit gewesen seien. Ziel sei es auch künftig, „Räume zu schaffen, um gemeinsam in Lobpreis und Gemeinschaft den Heiligen Geist und die Liebe Gottes zu erleben“.

 

Mittendrin HardehausenGestaltet wurde es u. a. von (hinten v. l.) Jugendleiter Heiner Walter, Andreas Bartnik (CE-Sprecher Bistum Hildesheim), Pfarrer Peter Meyer, Helmut Hanusch (Sprecher Bistum Hildesheim), Christiane und Werner Nolte (Sprecher Erzbistum Paderborn), Moderatorin Christine Emmerich (Sprecherin Erzbistum Köln) sowie (vorn v. l.) von den Jugendleitern Daniel Kolbe, Dominik Robin und Moderatorin Eva Greitemann (Köln).

Foto: Jonas

 

 

 

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