Deutsche Einheit gefeiert

3okt1„Wir sind extra nach Leipzig zum gemeinsamen Feiern gekommen", sagte eine Familie die aus Ost und West stammt. „Wir wollen unseren Kinder zeigen, wie das im Großen ist, wenn man gemeinsame Wege geht." Ein Herr, der wegen einer anderen Veranstaltung gekommen war, schloss sich spontan an und blieb die ganze Zeit. Er verabschiedete sich mit Tränen in den Augen. Ja, gemeinsam haben wir in Leipzig 25 Jahre Deutsche Einheit gefeiert.

Eine bunte Vielfalt war vertreten. Von Kindern, über Jugendliche, Danke an dieser Stelle für die bewegende Sprechmotette von Schülern der konfessionellen Gymnasien in Leipzig, Ehepaare, Pastoren der Freien Evangelischen Gemeinden, Senioren und halt eine große Schar Leipziger. Der Propst der St. Trinitatiskirche begrüßte uns in der neuen, modernen Kirche. Die Orgel spielte Jubelklänge – wir feiern „Silberhochzeit".

Sehr symbolträchtig wurden zwei mit Suppe gefüllte Kessel vor den Altar gestellt und dann im Pilgerzug zur, für unsere Geschichte bedeutsamen, Nikolaikirche im Zentrum von Leipzig getragen. Das war ein Zug durch die gefüllte Leipziger Innenstadt. Voran ein Banner mit den Worten – Wunder der Freiheit und Einheit – Gott sei Dank, dann folgten die Suppenkessel, das Kreuz der Nikolaikirche und die Bibel, flankiert von Kerzen und Weihrauch. Da blieb so mancher stehen und fragte sich, was soll das bedeuten.

In der Nikolaikirche waren dann sichtbar mehr Gäste, die vom Superintendenten begrüßt wurden. Gerhard Schöne, ein Liedermacher aus dem Osten Deutschlands, brachte in einem Lied zum Ausdruck, wie es denn möglich sein kann, die Suppe mit langen Löffeln zu essen – einander füttern. Jetzt warteten alle gespannt auf die Löffel, die zur Erinnerung an diesen Tag verteilt wurden. Naja, die waren aus Holz, aber ich habe gesehen, dass der eine oder andere die Suppe mit diesen Löffeln gegessen hat.

Das Fest wurde von der Projektgruppe „Danken, Feiern, Beten e.V." vorbereitet und ein Vertreter (Harald Bretschneider) sprach in der Predigt von den Wegen, die unser Volk geht und von der Sehnsucht nach Gottes Wegen zu suchen. "Wenn dann mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich von Himmel her hören, ihre Sünde begraben und ihr Land heilen". (2. Chronik 7, 14) Und dann gab es die Suppe. „Die schmeckt aber gut, und ich dachte, die ist bloß symbolisch" sagte eine Frau und holte sich noch eine Schüssel sächsische Kartoffelsuppe mit Würstchen.

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