Berichte und Zeugnisse

Pfingsten 2020

„Eigentlich“ wollten wir – wie jedes Jahr – einladen, gemeinsam auf die Halde Haniel zu gehen, und dort Gott anzubeten und für unsere Region zu beten…

Doch wegen Corona haben wir diesmal darauf verzichtet.

Statt dessen hatten wir dazu aufgerufen, das jeder für sich und in kleinen Gruppen einen „Hausberg“ oder etwas vergleichbares sucht, und Bilder und Berichte davon an das Diözesanteam schickt.

An drei Orten im Ruhrbistum haben sich Menschen zum Gebet getroffen.

Hier sind die Berichte !

Halde Haniel:

Ein Team ist wie jedes Jahr auf die Halde Haniel gezogen.

Von dort hat man einen weiten Blick über große Teile des Ruhrgebiets:
Von Duisburg über Oberhausen und Bottrop bis nach Gelsenkirchen und Essen.

Missionskreuz Essen-Frohnhausen:

Wir sind zum Missionskreuz in Essen-Frohnhausen gegangen.
Das Kreuz erinnert an die Zeit, als Jesuiten Gemeindemissionen in Frohnhausen durchgeführt haben – ist lange her.

Auf dem Weg dorthin sind wir drei Jugendlichen begegnet.
Sie saßen auf einer Treppe im Gelände der St. Elisabeth-Gemeinde.
Sofort kamen wir ins Gespräch.
Ca. 20 Minuten ging es um Gott, Maria, den Heiligen Geist etc.
Sie waren sehr an diesen Themen interessiert.

Einer war vor 6 Jahren nach drei-jähriger Gefängnishaft entlassen worden.
Ein anderer war ein in Deutschland geborener Roma, und der dritte war ein hier geborener Ukrainer.
Am Ende konnte ich ihnen Gebetszettel geben, die sich auf unsere Themen bezogen, und die ich auf Verdacht mitgenommen hatte.

Der Roma sagte, das wäre Gottes Wille gewesen, das wir uns begegnet sind, und auch der Ex-Knacki fand das Gespräch gut.
Ihm konnte ich ganz persönlich noch Jesu Liebe zusprechen. Er war sehr angesprochen.

Danach sind wir zum Kreuz gelaufen und haben gesungen und gebetet.

(Waltraud und Willi)

 

Heinrich-Hildebrand-Höhe (Tiger & Turtle), Duisburg

Wir sind als häusliche Gemeinschaft zum künstlich aufgeschütteten „Magic Montain“ im Duisburger Süden gewandert.
Von der Höhe aus kann man weit übers Land sehen: im Süden bis nach Düsseldorf, im Norden über ganz Duisburg hinweg bis nach Oberhausen und Bottrop (Halde Haniel).

Osten

Zuerst haben wir uns nach Osten gewandt und für die Menschen in unserer Umgebung gebetet.
Ein Schwerpunkt lag dabei auch auf den örtlichen Gemeinden.
Manche Kirche kann man von dort oben sehen, auch unsere Heimatgemeinde.

Norden

Danach haben wir nach Norden geblickt und für die Menschen in ganz Duisburg gebetet.
Auch für die Verwaltung und die Politiker in Duisburg (man kann von dort oben das Rathaus sehen).

Westen

Dann war der Westen dran, mit Blick auf Industrie und einen Teil des Hafens.
Schwerpunkt war hier das Gebet sowohl für die arbeitenden Menschen, als auch für unter Arbeitslosigkeit leidende Menschen.
Aber wir haben auch um den frischen Wind des Heilgen Geistes gebetet, denn aus Westen zieht bei uns das Wetter heran.
Genauso soll der Heilige Geist aufziehen und durch unser Land wehen.

Süden

Zum Schluss waren wir auf der Südseite und blickten dort auf die Häuser und Siedlungen.
Auch hier war es zuerst wieder das Gebet für die Menschen, die dort wohnen.
Dann wurden wir aber geleitet, speziell für Frieden zwischen den Kulturen zu beten:
Für ein Aufeinanderzugehen und für ein Weitergeben und Erkennen der Liebe Gottes.
Mit Blick auf unsere Hauptstadt Düsseldorf haben wir ausserdem noch für die Politiker und die Landesregierung dort gebetet.

Zum Schluss haben wir noch ein „Zeichen gesetzt“:

Aus Steinen vom Wegrand haben wir auf die Wiese das Wort „HOPE“ gelegt.
Als Ermutigung für die vielen Menschen, die jeden Tag dort vorbei kommen 🙂

(Georg, Lisa und Sarah)

Gelsenkirchen

Die Gruppe „Maranatha“ aus Gelsenkirchen hatte zu einem Gebetstreffen eingeladen.

Dieses Jahr kein großes Treffen mit Heilige Messe und Lobpreis, doch der Heilige Geist wirkt an jedem Ort
und beschenkte uns mit vielen Seiner Überraschungen.

Lüdenscheid, 14. März 2020

„Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! Und der Friede Gottes, der alle versteht, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren.“ (Philipper 4, 6-7)

Am Samstagabend, den 14.03.2020 hat die Gruppe Misericordia aus Lüdenscheid ihren Dank vor Gott gebracht, indem sie einen Lobpreis vor ausgesetztem Allerheiligsten organisierte. Die Veranstaltung fand nach einigen Hindernissen am letzten „coronafreien“ Wochenende statt. Vielleicht behalten wir deswegen den Abend als uvergesslich in unseren Herzen.

Mit Gesang und Worten aus den Psalmen wurde Gott nicht nur gelobt sondern Ihm wurden unsere Sorgen und Nöte der Zeit übergeben. Es wurde der Bahrmherzigkeitrosenkranz gesungen, der an den Namen der Misericordia-Gruppe anknüpft. Da der Lobpreis sich unerwartet verlängert hat, gehörte auch der Rosenkranz zu dem schönen Ausklang des Abends.

Die Anwesenden waren mit viel Dankbarkeit erfüllt, für diese Zeit mit Gott und für diese Idee, einen Lobpreis zu veranstalten. Diese Freude hat man auch in Augen der Menschen gesehen, die nicht in charismatischer Erneureung aktiv sind. 

„Ich fühlte große Dankbarkeit und wollte Gott loben und preisen, ich war tief ergriffen, dass der große Gott sich so niedrig mit Demut geneigt hat, um sich in der kleinen Hostie uns hinzugeben und im Tabernakel zu wohnen. Diese heilige Weißheit ist für den menschlischen Verstand unbegreifbar. Ich spürte Freude, die mich bis zu Tränen brachte.“ (Zeugnis)

Eine Person spürte Gottes Worte, dass „Er uns in dieser und in aller Zeit nicht verlässt. Wir sollen uns nicht fürchten, weil Er bei uns in der Eucharistie bleibt und für uns immer sorgen wird. Gott hat uns Seinen Sohn hingegeben, um uns vor der Gafahr dieser Welt zu beschützen.“ (Zeugnis)

Rückblickend auf den Abend spüren wir immer noch Gottes Frieden, Seine Liebe und unsere Gemeinschaft mit Ihm.Wir sind Ihm sehr dankbar für das große Zeichen Seiner Gegenwart gerade vor der Quarantäne-Zeit, die sich vor uns unendlich zieht.

„Lobe den Herrn, meine Seele, und alles in mir seinen heiligen Namen!“ (Psalm 103)

Mülheim, 15. September 2018

Am Samstag, den 15. September 2018, fand zum vierten Mal ein Diözesantag im Bistum Essen statt. Insgesamt versammelten sich circa 25 Personen aus unseren Gebetskreisen und Gruppierungen in der Kirche St. Albertus Magnus in Mülheim. An dieser Stelle vielen Dank an die Kroatische Gemeinde, die uns dort zum wiederholten Male sehr herzlich aufgenommen und unterstützt hat! Reinhold und Andrea von den „Christen im Aufbruch“ führten zu Beginn durch den Lobpreis. Danach gab Pater Moses vom Zisterzienserstift in Bochum einen Impuls.

Licht sein für andere

In seinem Impuls ging Pater Moses darauf ein, das es im christlichen Leben nicht immer einfach ist, sein Licht leuchten zu lassen. Jeden Tag müssen wir uns neu von Glaube, Hoffnung und Liebe entflammen lassen, das Gute sehen und Gott danken.

Licht sein für diejenigen, die uns nicht lieben, und niemals aufhören auf den Erfolg des Guten der Liebe, der Wahrheit zu vertrauen. Johannes Paul II wies darauf hin, dass sich die Botschaft von der Erlösung, der Vergebung und vom Heil Gottes durch alle Zeiten hindurch ihren Weg bahnt. Wir können dafür bereit sein uns als Werkzeug gebrauchen zu lassen.

Das Miteinander in den Gruppen und Gemeinschaften ist nicht immer dazu angetan, ein Leben im Licht zu führen.Hoffnungslosigkeit, Mutlosigkeit, Verzagtheit können weiter zur Verschattung beitragen. Immer wieder gegen Ablehnung und Verletzungen seine Lampe instandsetzen, heißt die Devise. Den Lichtstrahl auf die richten, die wir nicht kennen, die uns nicht willkommen heißen. Zeit haben für die Menschen. Das Licht Christi neu in uns aufnehmen und durch uns hindurch scheinen zu lassen.

Nach dem Impuls war eine Zeit des Austauschs und der Begegnung in der Unterkirche. Jede Gruppierung berichtete über aktuelle Vorgänge und Tätigkeiten. Wir hörten von vier Gebetsgruppen (Mülheim,2x Essen, Gladbeck), der Gemeinschaft Christen im Aufbruch, der Emmausgruppe und den Zisterziensern aus Bochum.

Im Anschluss feierten wir die Hl. Messe, die mit einer persönlichen Einzelsegnung endete.

Zeugnis einer Teilnehmerin:
Also ich hatte Rückenprobleme d.h. ich konnte kaum noch sitzen. Nach dem Einzelsegen war mir warm und ich konnte mich entspannt zurücklehnen, es ging mir gut. Ich musste nicht sofort nach Hause fahren, wie ich es vorhatte.

(Klaus Liebig)

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