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Zeugnis – Input zum Thema ‚Liebe und Anbetung‘, gehalten am 29.05.2026

von Luna Moschkau/ Konvertitin Ostern 2026

„Grüß Gott! Ich bin Luna. Ich darf euch heute den Input zum Thema Liebe zur Anbetung halten.

Und ich habe tatsächlich vor ziemlich genau einem Jahr genau hier (in der Kapelle des Priesterseminars)

meine Liebe zur Anbetung entdeckt. Und zwar eine ganz besonderen Form der Anbetung, die

Eucharistische Anbetung. Die Eucharistische Anbetung kommt von der Eucharistiefeier der Messe.

Und das ist einfach der absolute Höhepunkt unseres christlichen Lebens. Also, in der

Eucharistiefeier wird das Brot zum Leib Christi und der Wein zum Blut Christi. Ja, jedes Mal,

wenn wir die Eucharistiefeier vergegenwärtigen, wenn wir das Kreuzesopfer, was Jesus auf

Golgotha für uns geleistet hat, für unsere Sünden geleistet hat, das ist das größte Geschenk, was

er uns machen kann.

Er ist Gott, er ist unser Herr, er ist unser König und er macht sich so klein, dass er in einem

kleinen Stück Brot lebendig ist. So sehr liebt er euch, so sehr liebt er jeden Einzelnen von euch.

Macht euch das mal bewusst.

Genau das ist auch der Grund, warum wir hier sind, warum wir knien. Weil das unser Herr ist,

der hier präsent ist, der hier gegenwärtig ist. Und das ist das Größte, was uns passieren kann.

Das ist der größte Liebesbeweis. Die größte Liebe, die wir jemals auf dieser Erde erfahren

werden, ist Jesus, der am Kreuz für uns gestorben ist, ist Jesus, der in der Eucharistie präsent ist.

Ihm hat dieser Kreuzestod nicht gereicht.

Er hat sich noch kleiner gemacht. Damit er wirklich hier bei uns sein kann, bei jedem

von euch und sich euch immer wieder neu gibt.

Und das ist einfach der Wahnsinn. Ich war da vor langer Zeit in der Freikirche.

Aber es war für mich von Anfang an so, mir hat immer irgendwas gefehlt. Ich wusste nicht, was

es war. Ich saß halt immer da und es war alles schön, alle Leute waren super nett und cool.

Wir haben Bibel gelesen. Wir hatten mega gute Beispiele. Aber es hat etwas gefehlt. Ich wusste, es gibt

noch mehr.

Ich war in der Heiligen Messe und habe gemerkt, das ist es. Ich habe wirklich Jahre gebetet, dass Jesus

mir seine Kirche zeigt. Ich saß in der Heiligen Messe, ich habe gewusst, okay, das ist die wahre Kirche,

das ist die Wahrheit, das ist Jesus seine Kirche. Das ist die Kirche, die Jesus auf Petrus gebaut hat.

Das ist die Kirche, die in Rom steht, die vom Papst, von den Hirten geleitet wird.

Das ist der Wahnsinn. Unter Jesus natürlich. Und das ist einfach der Wahnsinn.

Zu meinem Zeugnis, ich habe vor dreieinhalb Jahren zu Gott gefunden. Ich habe immer schon

bei mir selbst angefangen mit dem Gedanken, dass ich die Bibel lese, damit ich mein Englisch

verbessern kann. Ja, Gott hat seine Regeln, aber ja, ich hatte dann eine ziemlich krasse

Begegnung mit ihm in einer Kirche.

Und ich hatte davor psychisch ziemlich krasse Probleme. Ich konnte keine Emotionen wirklich

spüren. Ich konnte nicht weinen, das ging gar nicht.

Ich habe mich teilweise komplett isoliert von allem, teilweise sogar von meiner Familie, dass ich

das Abendessen gemieden habe, damit ich nicht mit meiner Familie zusammen sein

muss, weil mir das einfach so schwer gefallen ist. Und wenn ich halt irgendwelche Feiern hatte,

wo ich eben da sein musste, dann ging das für mich immer nur mit Alkohol. Und dann saß

ich dort in der Messe und auf einmal kamen die ganzen Emotionen, die ich über Jahre

unterdrückt habe, die kamen alle auf einmal raus und es war das befreiendeste Gefühl, was es

überhaupt gibt.

Es war das erste Mal seit Jahren, dass ich Frieden gespürt habe und ich hatte da aber wirklich

ein bedingungsloses Liebegefühl. Das ist der Wahnsinn. Ich habe das Gefühl, ich habe noch

nie in meinem Leben verstanden, was Liebe ist, bis zu dem Moment, weil das ist einfach eine

Liebe, die kann natürlich nicht auf dieser Welt leben.

Wir sind so oft damit beschäftigt, irgendwie diese Leerung in unserem Herzen mit anderen

Sachen zu füllen, mit ganz falschen Sachen, die uns nicht gut tun. Seien es Beziehungen, seien es

Freundschaften, seien es Drogen, Alkohol, Feiern oder Sonstiges. Das sind Sachen, die werden uns

niemals komplett erfüllen. Wir können vielleicht mal in einem kurzen Moment diese Füllung

genießen, ja, alles ist gut in dem Moment, aber dann fühlen wir uns wieder leer.

Dann sind wir alleine, wir schlafen ein, wir fühlen uns leer, unser Herz ist nur am Rattern und dort

passiert nichts. Aber wenn ich hier zu Jesus komme, in der Anbetung, dann erfüllt er uns. Wenn

wir in der Armut vor ihn kommen, wir realisieren, wir sind nichts, du bist alles, dann kann er in uns wirken.

Aber bis wir das nicht realisiert haben, bis wir immer noch weiter denken, ja, ich kann das alles

alleine, ich gehe zur Kirche, ich lese meine Bibel, ich bin ein guter Mensch, ich bin doch ein super

Christ, was brauche ich denn? Anbete, was brauche ich denn? Bis wir das nicht realisieren, dass wir arm

sind. Wir sind arm. Und Jesus, er nützt diese Armseligkeit, um in uns zu wirken.

Und das, das müssen wir realisieren. Und gerade in der Anbetung, wie oft, wie viel Zeit verbringt

ihr auf Social Media? Ja, ich brauche mir nur die Bildschirmzeit von mir selber angucken und

dann überlege ich, wie viel Zeit verbringe ich mit Jesus. Und dann frage ich mich, ja, wer ist wirklich

mein Gott? Ja!

Ist es mein Handy oder ist es Jesus? Und deswegen, nützt diese Zeit, die ihr habt mit Jesus.

Es ist das größte Geschenk, was er uns gegeben hat. Und das müssen wir nutzen, diese

Community, Zeit mit Jesus, daraus fließt alles in unserem Glaubensleben.

Wir haben, ich kann es gar nicht in Worte fassen, was ich durch die Eucharistische Anbetung

schon erleben durfte, ich habe teilweise wirklich schon sehr lustige Momente gehabt,

wir haben schon sehr tiefe Momente gehabt, aber gerade in so einer trockenen Zeit, die kommt

einfach immer wieder, und das ist auch komplett normal, dann setze ich mich einfach mal ein

paar Stunden vor die Eucharistie. Die ersten Stunden sind extrem hart, weil ich keine Lust habe,

Hunger habe, müde bin, Durst habe, aber mit der Zeit, merke ich, wie Jesus anfängt, mir etwas zu

sagen und mein hartes Herz langsam wieder aufweicht, ich plötzlich wieder verstehe, ich bin geliebt

von Gott! Er liebt uns bedingungslos, egal welche Sünden wir begehen, er ist da. Und das müssen wir

verstehen. Natürlich ist es oft nach der Sünde so gewesen, daß ich mich komplett von Gott distanziert habe.

Aber ich bin dann trotzdem einmal in die Anbetung gegangen und auf einmal merke ich wirklich so einen

gewissen Punkt, wie Gott halt wirklich auch in einer Art und Weise zu mir spricht und sagt, hey, ich bin dein

Papa, ich bin dein Bruder, ich bin dein Heiler, ich liebe dich! Und gerade wenn ich wirklich merke, ich konnte

mich nicht mal anschauen, ich konnte nicht mal auf die Eucharistie schauen, aber in dem Moment

habe ich hochgeguckt und ich habe wieder so eine unglaubliche Liebe empfangen und das ist

einfach der Wahnsinn, also das ist, Jesus ist alles, was wir brauchen und er ist in dieser

Eucharistie, das merken wir von einer Realpräsenz, das müssen wir uns wirklich bewusst

werden, das ist der Grund, warum wir hier beim Jugendlobpreis waren. Schaut euch mal rein, wie

voll wir sind. Leute erzählen uns ja, der Glaube wird immer weniger, ja schaut mal, was wir hier in

Erfurt haben. Warum haben wir das? Weil wir in Erfurt Eucharistische Anbetung haben, wir haben das

Nightfever, wir haben Jugendlobpreis, wir haben die Marienkapelle, die immer offen ist, er hat jeden

von euch hierher gerufen. Ja, durch seine Eucharistie, kommen hier Menschen zusammen, die zusammen

beten, und das nutzt er, da kann er wirken. Aber er kann halt nur wirken, wenn wir ihn lassen, wenn er

sich uns in dieser Zeit der Eucharistischen Anbetung nähern konnte. Ja, es ist manchmal nicht lustig,

ich sitze da auch manchmal, es ist langweilig, manchmal bete ich auch nicht mehr oder wo ich dann

wirklich so sage, ‚oh mein Jesus, da habe ich ja gar nichts für dich‘, weil ich es nicht machen kann,

aber ich merke gerade in dieser Stille, ich bitte euch wirklich, gerade wenn wir jetzt in

den Lobpreis gehen, wenn wir jetzt gleich die Eucharistie hier vor uns stehen haben, ‚oh mein

Jesus ist hier‘, ja, dass ihr wirklich ihn anschaut, dass ihr ihn wirken lasst in eurem Leben, dass er

alles, was euch gerade daran hindert, es kommen immer wieder Gedanken in der Anbetung, es

kommt immer wieder irgendwas, gebt es ihm hin. Ja, er kann das, er kann das alles, er kann

alles, er ist, er ist Gott, ja, was soll man sagen, und wenn ihr merkt, okay, ich kann mich gerade

irgendwie nicht öffnen, mein Herz ist verhärtet oder so, sagt man mit einer Silbe, ‚weiche‘.

Und, ja, ich möchte euch einfach mitgeben, Jesus ist alles, was ihr braucht, Jesus ist eure

Heilung, Jesus gibt euch eure Liebe, all diese Sachen, die wir so oft in anderen anerkennen,

alles, was wir in anderen Menschen suchen, das ist in ihm, und wenn wir das realisieren, dann

haben wir alles, was wir brauchen in unserem Leben“.