Scroll Top

Wahlversammlung

Ohne dich

…wäre die Welt ein ganzes Stück ärmer.

Manche Menschen sind wie
ein Geschenk des Himmels.
Sie sind durch nichts zu ersetzen,
und es ist einfach nur gut,

dass sie da sind.

Mit diesen Worten einer Grußkarte der „Marburger Medien“ möchte ich mit euch in ein neues Jahr starten. Was uns dieses Jahr bringen wird, wissen wir nicht. Wir können, was kommt, vertrauensvoll aus der Hand Gottes entgegennehmen in der Zuversicht, dass ER treu ist und zu uns steht. Gott lässt sein Volk nicht im Stich. Keinen billigen Optimismus will ich kultivieren, dazu ist die globale und sicherlich auch die persönliche Lage vieler Menschen zu ernst. Nein, ich will Hoffnung verbreiten. Hoffnung macht sich fest in der Verheißung des Herrn, die Geschichte der Welt zu einem guten Ende zu führen in die Fülle seiner Herrlichkeit. Dass wir auf dem Weg dorthin manches Todesschattental durchqueren müssen, brauche ich euch nicht extra sagen.

Es ist gut, dass wir diesen Weg nicht alleine beschreiten müssen, sondern dass wir einander haben und gemeinsam unterwegs sind. Auch angesichts der kirchlichen Situation ist diese Gemeinsamkeit wichtig, wenn nicht überlebensnotwendig im geistlichen Sinn. Alleine fühle ich mich doch oft sehr ausgeliefert an Entwicklungen, die mir missfallen und mich beängstigen. Kennst du das Gefühl? Dass du meinst, dich gar nicht mehr auszukennen, nicht mehr zu wissen, wo du hingehörst, was jetzt stimmt und was ganz verkehrt läuft. Ja, schon klar: Was den einen erschreckt und gerdaezu abstösst, ist dem anderen nur recht und billig. In letzter Zeit hat man begonnen, wieder Altes aus der Mottenkiste hervorzukramen, von dem wir dachten, es sei längst überwunden. Die, die das Alte hervorkramen, sind indes überzeugt, dass es sich um wertvolle Schätze der Überlieferung handelt, die es unbedingt wiederzubeleben gilt. Ich habe den Eindruck, dass wir in einer Zeit großer Verwirrung leben und wir nicht mehr wissen, was gut und was schlecht ist. Und vielleicht ist das ja auch nicht so eindeutig. Wir in der Charismatischen Erneuerung sind in diese Verwirrung genauso verwickelt wie alle anderen Gemeinschaften in Kirche und Welt. Hier gilt es, über alle Meinungsverschiedenheiten hinweg sich darauf zu besinnen, was uns zusammengeführt hat. In einem Kirchenlied finde ich die Antwort: „Seht, uns führt zusammen Christi Liebe“ (GL Bamberger Diözesanteil 746)

Unsere Gemeinschaft ähnelt einem Puzzle. Jeder und jede von uns ist ein Teil, eingefügt an seinen/ihren Platz, den es einzunehmen gilt. Fälllt ein Teilchen heraus, entsteht eine Lücke, die ein anderer nicht schließen kann. Wenn ein Puzzleteilchen fehlt, wird das ganze Puzzle instabil. Nicht nur, dass sich kein stimmiges Gesamtbild mehr ergibt, sondern dass die umgebenden Puzzleteile ihrerseits zu Wackelkandidaten werden, da sie keinen festen Halt im Gefüge mehr haben. Das ist eine Erfahrung, die jeder macht, der eine wichtige Bezugsperson verliert. Ähnlich ergeht es uns in unserer Gemeinschaft: Wenn einer weggeht, werden andere bald folgen und das Ganze gerät in Gefahr zu zerbröseln.

Natürlich hat auch dieses Bild wie alle Bilder seine Grenzen und Vergeiche hinken immer. Niemand von uns ist verpflichtet bis an sein Lebensende, in der CE zu bleiben, das ist auch eine Frage der Berufung. und niemand soll sich bis zum Letzten verausgaben, weil ein anderer seine Aufgaben nicht übernehmen will. Wenn wir am 18. Februar zusammenkommen, um neue Sprecher zu wählen, möge ein jeder und eine jede gut prüfen und den Herrn befragen, ob es nicht an ihm/an ihr ist, Verantwortung zu übernehmen und der Gemeinschaft zu dienen. Fragen wir uns, was uns die Gemeinschaft der CE wert ist, ob wir sie brauchen und ob Kirche und Welt uns brauchen.

Und vergiss nicht: Wo du fehlst, bleibt eine Lücke.

Herzliche Einladung zur Wahlversammlung

der CE Bistum Eichstätt

am Sonntag, 18. Februar 2024 um 15:00 Uhr

in Dollnstein im Laurentiushaus

(Am Kirchberg 1, 91795 Dollnstein)

Jeder, der kommt, ist wahlberechtigt

Wer möchte, kann einen Kuchen mitbringen.

Seht, uns führt zusammen

Seht, uns führt zusammen Christi Liebe.
Lasst uns fröhlich singen und in ihm uns freun!
Fürchten wir und lieben wir den Gott des Lebens,
und einander sein wir reinen Herzens gut!
Wo die Güte und die Liebe, da ist Gott.

Da wir nun zur Einheit sind gebunden,
lass bedacht vor Spaltung wahren unsern Geist.
Fern sei darum böses Wort und fern die Zwietracht,
so wird recht in unsrer Mitte Christus sein.
Wo die Güte und die Liebe, da ist Gott.

Christus spricht zu uns mit klarer Stimme:
Wo an einem Ort auch nur versammelt sind
zwei der Brüder oder drei in meinem Namen,
werde ich in ihrer Mitte selber sein
Wo die Güte und die Liebe, da ist Gott.

Darum lasst uns freudig Gott anhangen,
nichts soll seiner Liebe vorgezogen sein,
dann in Gott den Nächsten lieben wie uns selber,
und auch Gottes wegen lieben unsern Feind.
Wo die Güte und die Liebe, da ist Gott.

(GL Bamberg 746,
Text nach einer Antiphon bei der Fußwaschung, Johannes van Acken 1937)