Der Gebetskreis in Freiberg in Sachsen feierte das 30-jährige Bestehen. Voll Freude und Dankbarkeit über die Treue Gottes mit uns hatten wir alle eingeladen, die während dieser Zeit mit uns auf dem Weg waren bzw. sind. Über 60 Mitfeiernde fanden sich ein.
Gleichzeitig war der Festtag Ende August auch ein Zusammentreffen von Vertretern der verschiedenen Gebetskreise im Bistum Dresden-Meißen. Im Festgottesdienst wurde uns in der Predigt durch Pfarrer Michael Kleiner aufgezeigt, dass es bei unserem geistlichen Wachstum nicht nur "Glitzersteine" in der Erinnerung gibt, sondern dass auch Prozesse stattfanden, wo Mut, Ausdauer, Treue, ein Hören auf den Hl. Geist und die Bereitschaft zum Verzeihen erforderlich waren.
Nach der Kaffeepause erfolgte ein Rückblick auf die spezifische Geschichte des Gebetskreises in Freiberg vom Beginn in der DDR bis heute. Für uns ist es erstaunlich, wie Gott so viele Menschen, die zeitweise in unserem Gebetskreis waren, in ganz bestimmte Berufungen geführt hat. Allein vier Priester- bzw. Ordensberufungen, in der Gemeinde sind aus der Gruppe vier Diakonatshelfer tätig, und drei Gebetshäuser der Gemeinschaft "Johannes der Täufer" sind in der Umgebung von Freiberg entstanden, auch spezielle Laienberufungen wie z. B. "Christen im Gesundheitswesen" und vieles mehr. Bis heute sind wir ein lebendiger Kreis, wo immer wieder neue Menschen dazu kommen - auch Ungetaufte, Neugetaufte oder Menschen, die der Kirche den Rücken zugewandt hatten.
Neben dem Rückblick ist auch die Ausrichtung in die Zukunft nicht zu kurz gekommen. Dazu erfrischte uns Dr. Johannes Hartl vom Gebetshaus Augsburg mit dem Thema: "Nein zur Entmutigung". Anhand der Bibelstelle Nehemia 2,9 ff zeigte er 3 Punkte, die uns immer wieder den "Wind aus den Segeln nehmen" und entmutigen. ("Ich bin ein Nichts."; die Ablenkung; die Introvertiertheit). Anschließend folgte nach einem Gebet die Ermutigung, uns zweckfrei zu "Jesu Füssen zu setzen" und uns einfach liebevoll anschauen zu lassen. Die Resonanz darauf war sehr positiv. Gott hat vielen, aus dem gestressten Alltag heraus, ein inneres Ruhig werden geschenkt, und damit auch die Ermutigung auf dem Weg weiterzugehen. Nach einer freien Abendrunde endete der Abend mit einer Anbetungszeit vor dem Allerheiligsten.