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Der Heilige Geist ist Spitze und wirkt heute noch - CE-Deutschlandtreffen in Fulda Drucken E-Mail
Veröffentlicht von: Irmgard Hilmer   

alt Ein Fest des Glaubens und der Freude war das Deutschlandtreffen der Charismatischen Erneuerung in der Katholischen Kirche. 1.300 Erwachsene, Jugendliche und Kinder waren aus allen Bistümern Deutschlands nach Fulda-Künzell gekommen, um „Leben an der Quelle“ zu tanken. Ausgiebige Lobpreiszeiten, praxisnahe Seminare, Workshops, Gebets- und Segnungsabende, tägliche Eucharistiefeiern, Angebote für Seelsorge, sowie ein buntes Freizeitprogramm für die ganze Familie wurden vier Tage lang geboten und begeistert angenommen.

„Lasst uns Tage an der Quelle haben, in Gottes Namen. Findet den Weg zur Quelle und öffnet dem Geist Gottes Tür und Tor“ hatte Pfarrer Martin Birkenhauer, der Vorsitzende des Theologischen Ausschusses der Deutschland-CE beim Anfangsgottesdienst an Christi Himmelfahrt gesagt. Und die 1.300 Teilnehmer stellten sich innerlich auf Empfang und hörten auf Gott, um so seine Weisung zu spüren. Berichte und Zeugnisse von Menschen, die nach Irrwegen aus Drogen- und Alkoholabhängigkeit durch den Glauben zu Jesus und zu einem christlichen Leben gefunden haben zeigten das Wirken Gottes in der heutigen Zeit.

Einer der Höhepunkte war die Eucharistiefeier mit Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez. Dieser stellte die Predigt unter seinen Wahlspruch „Ein Leib und ein Geist in Christus“. Er drückte seine Freude darüber aus, in so großer Gemeinschaft mit dem Blick in lauter „frohe und lächelnde Gesichter“ Eucharistie feiern zu dürfen.

altIn seiner Predigt betonte der Weihbischof, dass die Jünger in ihrem Umgang mit Jesus erfahren haben, dass er der sei, der um Gott und um das Heil und Unheil des Menschen weiß. „Das Wissen um Gott und jenes um den Menschen hängen miteinander zusammen“, so Diez. Jesus kenne jeden durch und durch, ihn ihm und seiner Offenbarung sei das Heil des Menschen gegenwärtig, in ihm finde man die Wahrheit seines Lebens. „Gott hat sein Ohr an meinem Herzen“ zitierte der Weihbischof den Heiligen Augustinus und fragte, was Gott da bei jedem einzelnen wohl höre: Unruhe oder Ruhe, Herz-Rhythmus-Störungen, Kraftlosigkeit?

Der Weihbischof bat die Gläubigen, in ihren Liedern und Gebeten, die sie an Gottes Geist richten, zu bitten, „in unser Herz zu kommen und es in seiner innersten Tiefe zu erfüllen.“ Gottes Geist sei dem menschlichen Herzen nicht fremd. Er komme gleichsam „in sein Eigentum“, denn er habe es geschaffen. „Gottes Geist macht unser Herz hell“, hob der Weihbischof hervor und erinnerte, dass in diesen Tagen besonders um die Gaben des heiligen Geistes gebetet werde: „Herr gieße deine Liebe in unsere Herzen ein“. So möge Gott den Klang der Sprache formen zum Lobpreis und erinnerte, dass das mit der Gegenwart des Heiligen Geistes gefüllte Schweigen wie ein tiefer Quell sei, der Gottes Wort aufsteigen lasse, „das uns neue Kraft und neues Leben schenkt“.

Nach der Eucharistiefeier gestand Weihbischof Karlheinz Diez, dass es für ihn ein großes Erlebnis sei, „so viel Begeisterung zu erleben und mit so viel Freude gemeinsam Eucharistie feiern zu dürfen“. „Man spürt, dass die Gaben des heiligen Geistes auf fruchtbaren Boden fallen, dass hier missionarischer Geist wirkt und es die Menschen förmlich drängt, dies nach außen zu tragen“ resümierte Diez. Das Motto „Leben an der Quelle“ erinnere ihn an die Kraft des Wassers, da er gerne an die Ursprungsquelle der Fulda gehe und ihn das frische, sprudelnde Wasser stets aufs neue fasziniere.

Gemeinsam mit dem Leitungsteam um den Sprecher der CE Deutschland, Diakon Helmut Hanusch, erlebten die 1.300 Gläubigen, dass Christus den Menschen Orientierung, Halt und Geborgenheit gibt. Das umfangreiche Kongressprogramm mit zahlreichen Seminaren und Workshops, Gottesdiensten und Beichtgelegenheiten, Konzerten und Podiumsgesprächen ermutigte die Teilnehmer in ihren jeweiligen Lebenssituationen, ganz auf den guten Gott zu vertrauen, voll und ganz aus der Quelle des Lebens zu schöpfen und sich aus der Quelle des ewigen Lebens, der Eucharistiefeier, die Nahrung zu holen.

Einen wichtigen Beitrag leisteten die Moderatoren Brigitte Schnitzler und Dr. Johannes Hartl, sowie die Prediger und Referenten Helmut Hanusch, Karl Fischer, Werner Nolte, Christof Hemberger, Dominik Heen und P. Hans Buob. Sie alle verstanden es auf unnachahmliche Art und Weise, die Frohe Botschaft, Glaubensverkündigungen oder Informationen mit sehr viel Humor, aber auch aller Ernsthaftigkeit „unter das Volk“ zu bringen. „Gott handelt immer wie ein Gentleman, er klopft an, wartet bis er von uns eingeladen wird und handelt dann, in dem er auf uns zukommt“ erklärte Brigitte Schnitzler an einem Abend lachend.

altAußer Rand und Band waren die jüngeren Kinder beim „Family-Worship-Konzert“ mit Thomas Klein und die Jugendlichen und jung gebliebenen Erwachsenen beim „Late-Night-Worship“ Konzert. Insgesamt waren die verschiedenen Lobpreisgruppen stark und hatten große Führungsqualität bei den jeweiligen Diensten. Unermüdlich waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der der KidsCE und der Gemeinschaft „Chara“ im Einsatz, um mit den Kindern deutlich zu machen: Jesus ist super, er ist bärenstark. Auch die Verkündigung durch Anspiele bei den Gottesdiensten nahmen die Gläubigen tief mit hinein in biblische Szenen.

Besonders bewegend war zu erleben, wie Menschen „Schlange stehen“, um das Bußsakrament empfangen zu können. Die Priester waren quasi „rund um die Uhr“ im Einsatz für Seelsorge und Beichte. „Ich gehe nach Hause und lebe an dieser Quelle, werde sie nicht verlassen und immer wieder suchen in meinem Alltag“ setzte CE-Referent Christof Hemberger einen abschließenden Impuls vor der Heimfahrt.

Inspiriert und ansteckend nannten Teilnehmer die vier Kongresstage. Das Fazit einer Teilnehmerin: „„Der Heilige Geist ist Spitze. Er lebt in der Kirche und wirkt auch heute noch. Dem Organisationsteam gebührt ein großes Lob und tief empfundener Dank für die geglückte Auswahl an Seminaren, Workshops oder Diskussionsrunden und die absolut gelungene Durchführung dieses Glaubensfestivals im großen Rahmen.“

Text und Fotos: Irmgard Hilmer

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